Netflix schlägt Disney: "Game of Thrones"-Macher steigen bei "Star Wars" aus

Schock für alle Star-Wars-Fans: David Benioff und D.B. Weiss, die Macher der "Game Of Thrones"-TV-Serie, lassen Disney im Stich. Die beiden sollten den für 2022 geplanten nächsten Star-Wars-Film schreiben und produzieren. Daraus wird nichts - sie geben Netflix den Vorzug.

Schock für alle Star-Wars-Fans: David Benioff und D.B. Weiss, die Macher der "Game Of Thrones"-TV-Serie, lassen Disney im Stich. Die beiden sollten den für 2022 geplanten nächsten Star-Wars-Film schreiben und produzieren. Daraus wird nichts - sie geben Netflix den Vorzug.

"Wir lieben Star Wars", zitiert der "Hollywood Reporter" eine Erklärung von Benioff (49) und Weiss (48). "Als George Lucas die Filmserie schuf, erschuf er auch uns. Mit ihm über Star Wars zu reden, war für uns das Größte und wir werden immer in der Schuld dieser Serie stehen, die alles veränderte. Aber der Tag hat nur eine begrenzte Anzahl von Stunden und wir hatten das Gefühl, dass wir nicht gleichzeitig Star Wars und unseren Netflix-Projekten gerecht werden können. Also müssen wir bedauerlicherweise absagen."

Erst im Februar 2018 hatten Disney und Lucasfilm gemeldet, dass Benioff und Weiss das Star-Wars-Universum verstärken würden. Sie sollten eine neue Trilogie schaffen, deren Filme 2022, 2024 und 2026 veröffentlicht werden sollten. Diese Filmreihe sollte unabhängig neben der stehen, die Rian Johnson ("Star Wars 8: Die letzten Jedi"), ebenfalls mit drei Filmen, in Angriff nimmt.

250 Millionen Dollar locken: Lieber Netflix als Disney

Der Ausstieg von Benloff und Weiss ist ein schwerer Schlag für Disney. Nicht nur, dass die Macher der vielleicht erfolgreichsten TV-Serie aller Zeiten - "Game Of Thrones" gewann insgesamt 260 Auszeichnungen, darunter alleine 59 Emmy-Awards - dem Disney-Konzern in Sachen Image und vor allem Kreativität gut zu Gesicht gestanden hätten. Darüber hinaus bedeutet der Verzicht des Duos auch eine "Disney-Niederlage" gegenüber dem neuen Konkurrenten Netflix. Benioff und Weiss unterzeichneten beim Streaming-Giganten im August einen mit 250 Millionen Dollar dotierten Fünfjahresvertrag. Ein Engagement für Disney und Star Wars hätte bedeutet, dass die geplanten Netflix-Projekte erst mit gut zehn Jahren Verspätung hätten realisiert werden können.

Ganz hat man die Hoffnung bei Disney und Lucasfilm noch nicht aufgegeben. Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy erklärte laut Hollywood Reporter: "David Benioff und Dan Weiss sind außergewöhnliche Geschichtenerzähler. Wir hoffen, dass wir sie in unserer weiteren Reise einbinden können, sobald sie es Terminkalender zulässt, sich auf Star Wars zu konzentrieren." Möge das Zeitmanagement mit euch sein.