"Tenet": Neue Corona-Regel aus China könnte weltweiten Kinostart bedrohen

Ohne den chinesischen Markt rechnen sich heute nur wenige große Filme. Das könnte für "Tenet" zum Problem werden.

Auch wenn die Kinos bundesweit wieder öffnen dürfen: Viel ist derzeit nicht los in den deutschen Lichtspielhäusern. Das liegt nicht nur an dem sommerlichen Wetter oder der Sorge mancher Kinofans, sich mit dem Coronavirus anzustecken - auch gute Filme sind momentan Mangelware. Umso größer sind die Erwartungen der Kinobetreiber an Christopher Nolans neuen Film "Tenet". Am 12. August soll der Zukunfts-Thriller des "Inception"-Regisseurs in die Kinos kommen, doch eine neue Corona-Regelung aus China könnte diese Planung nun zunichtemachten. Der Grund: "Tenet" ist offenbar zu lang für die chinesischen Kinos.

Laut deutscher FSK soll "Tenet" eine Länge von 149 Minuten und 59 Sekunden haben. Das ist zwar deutlich kürzer als viele andere Nolan-Werke (so dauert etwa "Interstellar" 169 Minuten und "The Dark Knight Rises" 165 Minuten), aber noch zu lang für die chinesischen Kinos. In dem Land, das mittlerweile der zweitgrößte Kinomarkt der Welt ist, dürfen aufgrund der Corona-Bestimmungen derzeit nämlich nur Filme gezeigt werden, die maximal zwei Stunden dauern. "Tenet" dürfe also nicht vorgeführt werden.

Dass der Film weltweit startet, in China aber nicht, scheint aufgrund der Bedeutung des chinesischen Marktes ausgeschlossen. Laut "Indiewire" machten Christopher Nolans drei letzte Filme zwischen acht und 18 Prozent ihres Umsatzes im Reich der Mitte - im Falle des in China besonders erfolgreichen Sci-Fi-Films "Interstellar" waren das 122 von weltweit 668 Millionen US-Dollar Einspielergebnis.

Zur Handlung von "Tenet" ist wenig bekannt. In dem Film spielt John David Washington ("BlacKkKlansman") einen Geheimagenten, der einen dritten Weltkrieg verhindern muss und offenbar die Fähigkeit besitzt, die Zukunft zu verändern. In weiteren Rollen sind Robert Pattinson, Michael Caine und Kenneth Branagh zu sehen.