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Woody Allen macht Schluss: So wird sein letzter Film

Filmemacher hört auf Einer der großen Kult-Regisseure Hollywoods macht einen Strich unter seine Karriere: Woody Allen hat in einem Interview sein Karriereende als Filmemacher in Aussicht gestellt.

Mit 86 Jahren in die Rente: Woody Allen hat im Interview mit der spanischen Zeitung "La Vanguardia" sein Karriereende als Regisseur angekündigt. "Ich glaube, es ist ein guter Moment zum Aufhören", sagte Allen angesichts seines 50. Films, der den Arbeitstitel "Wasp 22" trägt.

In wenigen Wochen ist der Start der Dreharbeiten in Paris geplant. Das Projekt wird komplett in französischer Sprache gedreht. Allen fühle sich von der Arbeit an seinem neuen Film an sein früheres Werk "Match Point" (2005) erinnert, wie er erklärt. "Wasp 22" werde "aufregend, dramatisch und auch sehr unheimlich".

Gänzlich wird sich Woody Allen dem Rentner-Dasein aber nicht verschreiben. Er wolle sich nun auf seine Tätigkeit als Autor konzentrieren, kündigte der 86-Jährige an. Zuletzt veröffentlichte Allen in diesem Sommer den Sammelband "Zero Gravity". Das Buch ist eine Sammlung humoristischer Artikel Allens, von denen einige zuvor bereits im Magazin "The New Yorker" veröffentlicht worden waren. Nun strebe er an, einen Roman zu schreiben, kündigte der US-Amerikaner an. Mit Blick auf das Filmgeschäft erklärt er indes leicht verbittert: "Das Filmgeschäft hat sich geändert, menschliche Geschichten interessieren nicht mehr so."

Missbrauchsvorwürfe gegen Woody Allen stehen weiter im Raum

Zwar kam er im Interview nicht explizit darauf zu sprechen, aber auch die Missbrauchsvorwürfe gegen Woody Allen könnten eine Rolle bei dem angekündigten Rückzug des Regisseurs spielen: Seit Anfang der 1990er-Jahre stehen Anschuldigungen im Raum, der vierfache Oscarpreisträger habe sich an seiner damals erst siebenjährigen Adoptivtochter Dylan Farrow vergangen.

Die Anschuldigungen, die erstmals im Sorgerechtsstreit mit seiner damaligen Frau Mia Farrow erhoben wurden und im Zuge der "MeToo"-Debatte neu aufflammten, hat der vierfache Oscarpreisträger stets zurückgewiesen. Zu einem Verfahren kam es infolge eines entlastenden rechtsmedizinischen Gutachtens nicht. Einige Stars distanzierten sich dennoch von dem umstrittenen Star-Regisseur.

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