Abschiebeflug aus Sachsen in den Irak mit 43 Personen an Bord

Charter-A320 am Flughafen Leipzig-Halle gelandet

Schkeuditz

Erneut steht der Flughafen Leipzig/Halle im Fokus: Am Montagabend ist gegen 19.50 Uhr eine Maschine der Fluggesellschaft Freebird Airlines aus Antalya gelandet - offenbar im Zusammenhang mit einem geplanten Abschiebeflug in den Irak.

Bereits am vergangenen Freitag war vom Flughafen Leipzig aus ein Sammelabschiebeflug nach Afghanistan gestartet - unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und mit Beteiligung von Bundespolizei und BKA.

A320 aus der Türkei - BMI äußert sich nicht

Die am Montag eingesetzte Maschine ist ein Airbus A320, der offenbar nicht im Linienbetrieb, sondern im Charterauftrag unterwegs war. Eine offizielle Bestätigung durch das Bundesministeriums des Innern und für Heimat steht bislang aus. Auch zur Zahl der betroffenen Personen oder zum konkreten Zielort des möglichen Abschiebeflugs wurden bislang keine Angaben gemacht.

Auch beim Flug nach Afghanistan hatte das BMI zunächst keine Stellungnahme abgegeben. Erst nach dem Abflug der Maschine wurde die Rückführung offiziell bestätigt.

Abflugzeit weiter offen

Wann der mögliche Flug in den Irak starten soll, ist unklar. Beobachtungen rund um das Flughafengelände deuten bislang nicht auf einen unmittelbar bevorstehenden Abflug hin. In der Vergangenheit erfolgten Rückführungen häufig in den frühen Morgenstunden.

Zweiter Abschiebeflug binnen weniger Tage?

Mit der Freebird-Maschine würde innerhalb von nur vier Tagen der zweite Abschiebeflug vom Flughafen Leipzig-Halle starten. Hinweise auf den aktuellen Flug kursieren bereits im Netz. Ob es erneut zu einem Großeinsatz von Sicherheitsbehörden kommen wird, ist bislang nicht bekannt.

Maschine hebt gegen 10.52 Uhr ab

Vom Leipziger Flughafen aus ist am Vormittag nach dpa-Informationen ein Abschiebeflug in den Irak gestartet. Die Maschine mit dem Ziel Bagdad hob um 10.52 Uhr ab, wie aus dem Portal Flightradar24 hervorging. Das Bundesinnenministerium machte auf Anfrage zunächst allerdings keine offiziellen Angaben.

Nach Beobachtung eines dpa-Fotografen sicherte die Polizei die Abfertigung des Fluges ab. Die Passagiere wurden in Kleinbussen der Polizei und mit zwei größeren Flughafenbussen zu der Maschine gebracht. Polizeibeamte begleiteten die Insassen einzeln die Treppe zum Flieger hoch.

Alleinstehende Männer an Bord

Im Flugzeug saßen nach Angaben aus Thüringen 43 ausreisepflichtige, alleinstehende Männer, von denen einzelne in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten waren. 14 von ihnen hätten zuvor in Thüringen gelebt, die übrigen seien aus sieben anderen Bundesländern gekommen.

 


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