Chemnitzer Jeremy Sydow gleich wieder top

Vierter Triumph in Dahlen beim Auftakt zur Int. Deutschen Enduro Meisterschaft

Dahlen

Jeremy Sydow ist und bleibt in Deutschland das Maß der Dinge in Sachen Enduro-Sport. Bei der Int. 30. ADAC-Geländefahrt „Rund um Dahlen“, die heute der Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) 2026 war, ging der 25-jährige Chemnitzer erneut als Sieger hervor. Seit seinem Wechsel vom Motocross zum Enduro im August 2022 dominiert er die deutsche Szene fast nach Belieben und sammelte schon mehrere nationale Meistertitel. Es könnte der eine oder andere mehr sein, doch auf Grund von Terminkollisionen mit anderen Meisterschaften und einem technischen Defekt gingen ihm aber auch schon zwei sicher geglaubte Titel noch durch die Lappen. Danach sieht es in diesem Jahr nach seinem Wechsel von Sherco auf eine britische Triumph und dem ersten Kräftemessen in Dahlen vorderhand nicht aus. Mit seinem Sieg heute ist er seit 2023 in der Heidestadt (und Umgebung) ungeschlagen.

Heimerfolge auf ganzer Linie

283 Fahrerinnen und Fahrer hatten sich in zwölf Klassen dem Starter gestellt. Für sie war eine rund 73 Kilometer lange Strecke mit zwei Sonderprüfungen präpariert. Diese war drei Mal zu umrunden, ergo gab es sechs Zeitenjagden. Die Brutto-Fahrzeit betrug, inklusive kleiner Service- und Erholungspausen, gut sieben Stunden und für die sechs Tests benötigte Jeremy Sydow eine kumulierte Sonderprüfungszeit von 42:18,14 Minuten. Mit 13,43 Sekunden Rückstand wurde Luca Fischeder aus Geringswalde Gesamtzweiter und mit weiteren rund eineinhalb Minuten Rückstand der Tscheche Matyas Chlum -dritter.

Klassensieger gemeinsam auf dem Podest

Damit standen bei der abschließenden Siegerehrung für die klassenübergreifende Championats- und Tageswertung zugleich auch die drei Klassensieger gemeinsam auf dem Podest. Jeremy Sydow hatte logischerweise zudem seine hubraumschwächste Kategorie E1 gewonnen, Matyas Chlum die E2 und Luca Fischeder die E3.

Zufriedenheit mit Gesamtergebnis

Anschließend sagte der nun vierfache Rund-um-Dahlen-Sieger: „Es war ein schöner Renntag und ein schöner Erfolg, in Dahlen wieder gewonnen zu haben. Mit meinem Fahren bin ich allerdings nicht ganz so zufrieden, weil ich ein paar Fehler gemacht habe, die ich das nächste Mal abstellen muss. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, denn der Championatssieg ist perfekt für heute. Ich hoffe dass es so weiter geht. Ich bin mit dem für mich neuen Motorrad gut zurechtgekommen. Das war auch noch einmal ein gutes Training für den ersten WM-Lauf. Es war eine super Veranstaltung und es ist immer wieder schön, hier vor so vielen Fans zu fahren. Dadurch, dass es nur eine gute Stunde von uns zu Hause weg ist, kommen auch immer viele Fans aus unserer Region. Das ist gefühlt ein bisschen wie Zschopau.“

Der Altmeister kann es noch

Mit Gesamtrang vier sowie Klassenrang zwei in der E2 hinter Matyas Chlum bewies Edward „Eddi“ Hübner aus Penig trotz seiner seit 1. März 38 Jahre, dass mit ihm auch in diesem Jahr wieder zu rechnen ist. „Was soll ich mir nach meinem siebenten Meistertitel 2025 für dieses Jahr schon anderes vornehmen? Die E2 ist stark besetzt, aber realistisch betrachtet ist es in der E1 oder E3 durch Jeremy und Luca unter normalen Umständen viel schwerer, da was zu reißen. Also strebe ich in der E2 Titel Nummer acht an. Ich habe noch Spaß an dem was ich mache und fühle mich gut. Es wird ein spannendes Jahr“, frohlockte der Routinier im Ziel. Dort wurden wenig später auch die besten Mannschaften geehrt und die Abo-Sieger vom Team ADAC Sachsen, Jeremy Sydow, Luca Fischeder und Eddi Hübner – durften zum wiederholten Male in der Mitte der Podests Aufstellung nehmen.

Weitere Top-Resultate und Achtungserfolge

Als Gesamtachter durfte sich in Dahlen auch Pascal Sadecki über einen Klassensieg freuen. Der Zschopauer entschied die Junioren-Klasse J1 für sich und untermauerte damit seinen Titelanspruch.

Weitere Erfolge sicher

Damit der Erfolge mittel- und westsächsischer Piloten sowie Erzgebirger und Vogtländer aber nicht genug. In der Klasse E3 stand ebenfalls Florian Görner aus Dittmannsdorf als Zweiter auf dem Podest und ebenso Collin Lang aus Reichenbach in der Junior 2. Zu letzterem gesellte sich Sky Maddox Dombrowski als Dritter.

Weitere Top-10-Platzierungen aus der Region

In der Klasse 1 belegten Hannes Lehmann aus Penig, Arvid Meyer aus Reinsdorf und Kevin Nieschalk aus Lengefeld die ebenfalls achtbaren Plätze fünf, sechs und sieben. In der „Mittelklasse“ E2 landeten Andreas Beier aus Chemnitz und Karl Weigelt aus Wolkenstein als Achter bzw. Zehnter ebenfalls in den Top-10. So auch Jeremy Nimmrich aus Gelenau als Vierter der J1 sowie Kenny Riedel aus Zwönitz und Max Schäfer aus Geringswalde als Siebenter bzw. Achter der J2.

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