„Dooring“ sorgt für schwer verletzten Radfahrer: Wie Autofahrer solche Unfälle vermeiden können

Was ist „Dooring“ und welche Tipps und Techniken gibt es, um Unfälle in diesem Zusammenhang zu vermeiden?

Borna

Ein 50-jähriger Radfahrer wurde am Sonntagabend durch eine unachtsam geöffnete Autotür schwer verletzt, woraufhin er in ein Krankenhaus gebracht wurde.

50- jähriger Radfahrer wird beim „Dooring“ schwer verletzt

Die 18-jährige deutsche Fahrerin eines Fiat 500 fuhr die Roßmarktsche Straße in Borna in westliche, stadteinwärtige Richtung und hielt auf Höhe der Grabengasse an. Dort öffnete sie die Fahrertür, wobei sie den in gleiche Richtung fahrenden 50-jährigen Radfahrer übersah, welcher gegen die geöffnete Tür fuhr und stürzte. Eine Rettungsdienstbesatzung brachten den verletzten Radfahrer in ein Krankenhaus. Die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zum Unfall und wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Autofahrerin aufgenommen.

Dooring – eine vermeidbare Gefahr für Radfahrende

Dooring bezeichnet Unfälle, die entstehen, wenn Autotüren plötzlich und unachtsam geöffnet werden – oft direkt in die Fahrbahn von Radfahrern. Diese haben dann meist keine Chance, rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen. Die Folgen sind häufig schwere Verletzungen.

Die einfachste und zugleich wirkungsvollste Maßnahme zur Vermeidung solcher Unfälle ist die Sensibilisierung von Autofahrenden. Ein kurzer Schulterblick vor dem Öffnen der Tür reicht oft aus, um herannahende Radfahrer rechtzeitig zu erkennen. Wichtig ist dabei auch, dass Fahrerinnen und Fahrer ihre Mitfahrenden aktiv darauf hinweisen, ebenfalls vorsichtig zu sein.

Der “Holländische Griff„ hilft dabei

Diese einfache Technik sorgt dafür, dass man den Schulterblick automatisch mitmacht:

Statt die Tür mit der linken Hand zu öffnen (wenn man auf der Fahrerseite sitzt), benutzt man die rechte Hand. Dadurch dreht sich der Oberkörper zur Seite, der Blick fällt automatisch in den Außenspiegel und über die Schulter – und Radfahrer werden besser wahrgenommen.

Zusätzlich gilt: Ein Blick in den Rückspiegel ist unerlässlich, um auch schnelle Radfahrer zu erkennen, die sich möglicherweise noch hinter dem Fahrzeug befinden.

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