Konzert-Highlight in Leipzig: Roxette begeistern mit Nostalgie und Power

Roxette eröffnen ihr Konzert mit einem Hitfeuerwerk

Leipzig

Es sind die Hits einer ganzen Generation: "Joyride", "The Look" oder "It Must Have Been Love" - die Rede ist von Roxette. Eigentlich war für Per Gessle (66) das Kapitel mit dem Tod von Marie Fredriksson im Jahr 2019 beendet. Doch so ganz konnte er sich von seinen Songs nicht lösen. 2024 traf er die Schauspielerin und Sängerin Lena Philipsson (59) - ein Treffen, das die Wiedergeburt von Roxette markierte. Gestern Abend folgte nun der erste Auftritt unter altem Namen in Deutschland seit neun Jahren.

 

4.000 Fans strömen in die Leipziger Arena

Knapp 4.000 Menschen pilgerten in die Quarterback Immobilien Arena in Leipzig. Bereits im Vorfeld war immer wieder diskutiert worden, ob Lena Philipsson Marie Fredriksson ersetzen könne. Natürlich kann sie das nicht - und das ist auch gar nicht ihr Anspruch. Dafür sind ihre Stimmen zu unterschiedlich. In einem Interview sagte Philipsson, sie wolle das Erbe von Marie ehren und sie stolz machen.

 

Roxette starten mit Hitfeuerwerk in den Abend

Gleich zu Beginn zünden die Schweden ihr Hitfeuerwerk mit "The Big L." und "Sleeping in My Car". Das Publikum war durchgehend textsicher. Jeder - wirklich jeder - Song wurde lautstark mitgesungen. Immer wieder animierte Per Gessle die Menschen im Saal. Wann immer er nicht sang, rannte der Kopf der Band von einem Ende der Bühne zum anderen, um die Fans weiter anzuheizen.

 

Klassiker im kollektiven Gedächtnis

Es ist faszinierend, wie sehr sich die Songs der Schweden ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben. Die Show kann deshalb nur wenige Überraschungen liefern, zu bekannt sind die Lieder. Doch eine gab es dann doch: "Vulnerable" vom Album Crash! Boom! Bang! - ein Song, der vor dieser Tour nie live gespielt wurde.

 

Perfekt eingespielte Band mit langjährigem Kern

Die Band um Per Gessle und Lena Philipsson funktioniert wie ein eingespieltes Uhrwerk. Clarence Öfwermann am Keyboard ist das einzige Mitglied, das seit 1986 ununterbrochen dabei ist. Wieder an Bord ist auch Leadgitarrist Jonas Isacsson - von ihm stammt unter anderem das legendäre Riff zu "The Look". Beide sind die letzten verbliebenen Originalmitglieder der Band. Seit vielen Jahren gehören zudem Christoffer Lundqvist und Magnus Börjesson zum festen musikalischen Gefüge. Im Vergleich zum typischen 90er-Sound wirken Roxette heute geerdeter und setzen auf einen trockenen, rockigen Klang.

 

Klassiker-Setlist dominiert den Abend

Die Setlist wird vor allem von den drei Hitalben Look Sharp!, Joyride und Crash! Boom! Bang! geprägt. Auch die Hitsingle "She‘s Got Nothing On (But the Radio)" vom Comeback-Album Charm School durfte nicht fehlen.

 

Emotionaler Moment für Marie Fredriksson

Ein Moment der Wehmut entsteht, als Lena Philipsson ihren Lieblingssong "It Must Have Been Love" Marie Fredriksson widmet. Das Publikum dankt es ihr mit großem Jubel.

 

Perfekte Show und sichtbare Spielfreude

Alles in allem erleben die Leipziger ein perfekt durchchoreografiertes Konzert, bei dem jeder Musiker seinen Raum bekommt. Roxette sind bestens aufgelegt, und man spürt, wie sehr die Band es genießt, diese Musik wieder aufleben zu lassen. Es ist und bleibt der Soundtrack einer ganzen Generation. Trotz seiner 66 Jahre wirkt Per Gessle auf seine Art ewig jung. Ob er noch einmal einen Hit von der Größe eines "Joyride" schreiben wird?

 

Starkes Finale eines besonderen Konzertabends

Fazit: Als die letzten Töne verklangen, verließen die Zuschauer die Arena mit einem Lächeln auf den Lippen - getragen von Nostalgie, Energie und der Freude, einen Teil Musikgeschichte erneut erlebt zu haben.