Razzien in drei Ländern: Insiderhandel-Ermittlungen – Leipzig wirkt mit

Am Dienstag, 2. Dezember 2025, gab es in der Schweiz, Deutschland und Großbritannien zeitgleiche Hausdurchsuchungen wegen mutmaßlicher Insidergeschäfte, auch Leipzig war eingebunden.

Leipzig

Am Dienstag, 2. Dezember 2025, kam es in Leipzig sowie in der Schweiz, Deutschland und Großbritannien zu koordinierten Maßnahmen im Rahmen mehrerer Strafverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) wegen des Verdachts der Ausnutzung von Insiderinformationen. Die Verfahren richten sich gegen fünf Personen, die vertrauliche und kurserhebliche Informationen zu einem börsennotierten, international tätigen Schweizer Unternehmen genutzt haben sollen.

Ermittlungen gegen fünf Beschuldigte

In den drei Ländern wurden zeitgleich Hausdurchsuchungen an den Privatdomizilen der Beschuldigten sowie an mehreren Standorten des Unternehmens durchgeführt. Alle fünf werden verdächtigt, im tatrelevanten Zeitraum im Jahr 2024 beziehungsweise zuvor bei dem betreffenden Unternehmen in führenden Positionen tätig gewesen zu sein. Das in der IT-Branche tätige Unternehmen ist an der Schweizer Börse notiert und hat seinen Hauptsitz in der Schweiz. Die Verfahren der BA richten sich nicht gegen das Unternehmen selbst.

Verdacht wegen des Vermeidens von Vermögensverluste

Im Jahr 2024 veröffentlichte das Unternehmen zwei vorbörsliche Medienmitteilungen, die den Aktienkurs negativ beeinflussten. Im Vorfeld veräußerten die fünf Beschuldigten jeweils größere Mengen Aktien des Unternehmens. Die BA verdächtigt sie, die den Medienmitteilungen zugrunde liegenden vertraulichen Informationen (Insiderinformationen) für rechtzeitige Verkäufe genutzt und so verdachtsweise Vermögensverluste von bis zu CHF 2,49 Millionen vermieden zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Internationale Koordination der Maßnahmen

In der Schweiz fanden die Interventionen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Polizei fedpol statt. Die Maßnahmen in Deutschland und Großbritannien erfolgten aufgrund internationaler Rechtshilfeersuchen der BA an die dortigen Behörden. Koordiniert wurden die Interventionen von Eurojust (Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen). Die BA dankt allen beteiligten Partnerbehörden für die reibungslose Vorbereitung und Durchführung sowie Eurojust für die Unterstützung und Koordination. In Leipzig unterstützten das Fachkommissariat für Wirtschaftskriminalität der Polizeidirektion Leipzig und die Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen.

Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Auch interessant für dich