Protest gegen Abschiebeflug am Flughafen Leipzig/Halle

Ein erneuter Abschiebeflug nach Afghanistan ist in der Nacht vom Flughafen Leipzig/Halle gestartet. Rund 260 Menschen demonstrierten zuvor gegen die Abschiebung.

Leipzig / Schkeuditz

Rund 260 Menschen haben am späten Montagabend am Flughafen Leipzig/Halle gegen einen erneuten Abschiebeflug nach Afghanistan demonstriert.

Kurzfristiger Protest gegen Abschiebeflug

Hintergrund war ein geplanter Charterflug, der in der Nacht auf Dienstag in Richtung Kabul starten sollte. Die Eilversammlung begann gegen 22 Uhr am S-Bahnhof des Flughafens Leipzig/Halle.

Das „antirassistische Bündnis“ hatte kurzfristig zu der Demonstration aufgerufen, nachdem bekannt geworden war, dass der Abschiebeflug bereits in der Nacht starten sollte.

Kritik an Abschiebepraxis

Die Veranstalter kritisierten die Abschiebung nach Afghanistan sowie die aus ihrer Sicht verschärfte Abschiebepraxis der Bundesregierung. Nach Angaben des Bündnisses richtete sich der Protest insbesondere gegen die Zusammenarbeit Deutschlands mit den Taliban im Kontext der Organisation der Abschiebeflüge.

Die Versammlung verlief friedlich. Die Polizei begleitete die Demonstration mit rund 260 Teilnehmenden.

Airbus startet in der Nacht

Gegen 1.43 Uhr startete schließlich ein Airbus A320-214 der Fluggesellschaft Freebird Airlines zunächst in Richtung Trabzon in der Türkei und anschließend weiter nach Kabul. Mehrere Personen wurden mit Handschellen in das Flugzeug gebracht.

Behörden machen zunächst keine weiteren Angaben

Zu den Hintergründen des Abschiebefluges sowie zur Zahl der an Bord befindlichen Personen machten die zuständigen Behörden zunächst keine weiteren Angaben. Auch zu möglichen Straftaten der abgeschobenen Personen liegen bislang keine offiziellen Informationen vor.

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