SFV-Sommerempfang in Leipzig: Ehrenamtliche stehen im Mittelpunkt

Matthias Sammer fehlte beim neunten Sommerempfang des Sächsischen Fußball-Verbandes in Leipzig wegen eines Staus auf der A9. Für die rund 400 Teilnehmer standen trotzdem prominente Gäste, politische Forderungen und vor allem das Ehrenamt im Fokus.

Leipzig

Auf Matthias Sammer mussten die Gäste des neunten Sommerempfangs des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) am Freitagabend verzichten. Der Europameister von 1996 steckte auf der A9 im Stau fest und schaffte es nicht mehr rechtzeitig nach Leipzig.

Rund 400 Gäste treffen sich in der Sportschule Egidius Braun

Auf prominente Gäste und spannende Gespräche mussten die rund 400 Teilnehmer trotzdem nicht verzichten. In der Sportschule Egidius Braun im Leipziger Nordosten trafen sich Vertreter aus Fußball, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur.

Unter den Gästen waren auch zwei Spitzenfunktionäre von Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig: Tatjana Haenni und Johann Plenge.

Im Mittelpunkt stehen die Ehrenamtlichen im sächsischen Fußball

Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch nicht die Prominenten, sondern diejenigen, ohne die der Fußball an der Basis kaum funktionieren würde: die Ehrenamtlichen.

Rund 25.000 Menschen engagieren sich im sächsischen Fußball ehrenamtlich – Woche für Woche werden in Sachsen rund 1500 Fußballspiele im Amateurbereich organisiert.

„Der Sommerempfang ist vor allem eine große Dankeschön-Veranstaltung an die Ehrenamtlichen“, erklärte SFV-Präsident Hermann Winkler. Trainer, Übungsleiter, Staffelleiter, Vereinsvorstände und zahlreiche weitere Helfer kümmern sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene und halten damit den Spielbetrieb am Laufen.

SFV fordert mehr Fußballplätze für Kinder

Gleichzeitig nutzte Winkler den Abend erneut, um politische Unterstützung einzufordern. Besonders bei der Infrastruktur sieht der SFV Handlungsbedarf. „Wir brauchen mehr Fußballplätze für Kinder“, sagte der Verbandspräsident. Gerade in größeren Städten gebe es bereits Aufnahmestopps in Vereinen.

Der Sommerempfang soll deshalb nicht nur Dankeschön, sondern auch Plattform für den Austausch sein. Politiker und Entscheidungsträger bekommen dabei unmittelbar mit, wo Vereine und Ehrenamtliche der Schuh drückt.

Gespräche aus erster Hand sollen Entscheidungen beeinflussen

„Wenn jemand aus der Politik beispielsweise in einem Verein ist und sieht, was dort geleistet wird, dann ist der beeindruckt“, so Winkler. Gespräche mit Trainern, Vereinsvorsitzenden und Übungsleitern könnten dazu beitragen, Probleme aus erster Hand zu verstehen und anschließend politische Entscheidungen zu beeinflussen.

Auch das Wetter konnte die Stimmung nicht trüben. Immer wieder setzte Regen ein, doch gefeiert, diskutiert und genetzwerkt wurde trotzdem. Winkler nahm es gelassen: Fußball werde schließlich auch bei schlechtem Wetter gespielt.

Zehnter Sommerempfang im kommenden Jahr bereits geplant

Sein Fazit fiel entsprechend positiv aus: Der Abend habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch und das Engagement für den Fußball seien.

Und eines steht für Winkler bereits fest: Auch einen zehnten Sommerempfang soll es im kommenden Jahr geben.

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