Knochenstampfe zeigt viele Kostbarkeiten aus der Zarenzeit

Dezember/Erzgebirge Jürgen Zabel bereitet eine besondere Ausstellung vor

Zwönitz/OT Dorfchemnitz. 

Zwönitz/OT Dorfchemnitz. Das Technische Museum Knochenstampfe in Zwönitz ist in diesem Monat mit den Vorbereitungen einer neuen Schau beschäftigt. 2018 will es anlässlich der Ermordung der letzten russischen Zarenfamilie vor 1oo Jahren einen besonderen Schatz zeigen.

Zarendynastie wurde vor rund 100 Jahren ausgelöscht

Museumsleiter Jürgen Zabel hat daran einen wesentlichen Anteil: "Nach der überaus erfolgreichen Schau unserer Exponate auf der Kaiserlichen Hofburg in Innsbruck 2016, werden 2018 ab dem 7. März über mehrere Monate kaiserliche Fabergé-Eier aus der Sammlung der Familie Breitkreutz aus Gotha in der Replik sowie im Stile des Zarenjuweliers im ersten Teil unserer Ausstellung gezeigt", sagte der 60-Jährige. Er arbeitet seit 1986 in der Knochenstampfe und leitet das Museum seit 1999.

Vor 400 Jahren begann die Familie Romanow in Russland zu herrschen. Auf tragische Weise wurde die Zarendynastie nach der Oktoberrevolution von 1917 ausgelöscht: Bolschewistische Revolutionäre erschossen den letzten Zaren Nikolaus II. und dessen Familie in Jekaterinburg in der Nacht zum 17. Juli 1918. Das Massaker beschäftigt die russische Gesellschaft bis heute.

Sonderausstellung zeigt einzigartige Repliken

Im zweiten Teil der Sonderausstellung werden vom 5. September bis 18. November 2018 rund 500 Ikonen, Miniatur- und Märcheneier einen spannenden Blick in die Zarenzeit ermöglichen. Krönung werden die sogenannten "Blutdiamanten" des letzten Zaren sein. Dabei handelt es sich um Repliken aus der Hand eines begnadeten Berliner Handwerker. Es sind die letzten dieser Art. Sie werden nur nach besonderer Abfrage in Museen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ebenfalls als Replik zu sehen ist der traditionelle Hochzeitsschmuck von Katherina der Großen (reg. 1762-1796). Ausgestellt wurde der Schmuck unter anderem vom weltweitbekannten Auktionshaus Christie's und anderen renommierten Häusern.

Für das kleine Museum im Erzgebirge ist es etwas ganz Besondres, denn die Nachfrage ist sehr hoch. Große Museen, auch aus dem Ausland zeigen reges Interesse. Aber auch die Politik. Viele werden sich deshalb während der Zeit der Sonderaustellung fragen: Wo liegt denn eigentlich dieses Zwönitz?