Plauener ist in England ein Held

Juni/Vogtland Chris Löwe rockt im Mutterland des Fußballs die Premier League

Plauen. 

Plauen. Chris Löwe ist eigentlich viel zu bescheiden. Dabei hat der Plauener vermutlich eine der verrücktesten Geschichten des Jahres erlebt. Denn dieser Chris Löwe ist mit Huddersfield Town in die englische Premier League aufgestiegen. Und der 27-jährige Plauener spielte nicht nur vor 76.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion. Er war auch noch einer der Helden im Elfmeterschießen. Huddersfield gewann gegen den FC Reading mit 4:3.

Vor der Kamera eher bescheiden

Und seitdem spielt der Vogtländer im Mutterland des Fußballs gegen die ganz großen Klubs. Der Linksverteidiger hatte zuvor bei Wacker Plauen (im Nachwuchs), beim Chemnitzer FC, Borussia Dortmund (Deutscher Meister und Pokalsieger 2012) und beim 1. FC Kaiserslautern gespielt. Und trotz seiner Prominenz sagt Chris jedes Mal zum BLICK-Reporter: "Bitte nicht so dick auftragen." Ehefrau Monique hat vor Freude geweint, als Chris diesen Elfmeter versenkte und wenig später der Aufstieg feststand.

Chris Löwe gilt in Huddersfield nach 47 Saison-Einsätzen als Aufstiegsheld. In der laufenden Saison steht man gut da und rangiert sechs Punkte über dem Abstiegsstrich. Wo andere Sportler - vollkommen verständlich - die große Bühne suchen, ließ sich der bescheidene Plauener nur kurz vor dem Kamera blicken.

Noch eine weitere Saison?

"Ich bin sehr dankbar, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte und mein Kind jetzt auch noch zweisprachig aufwächst", bleibt Chris vollkommen auf dem Teppich. Große Sprüche? Fehlanzeige. Stattdessen hofft der Defensivmann mit Vorwärtsdrang "auf das nächste Wunder. Ich würde unglaublich gerne noch eine Saison in der höchsten englischen Liga spielen." In Chemnitz und in Plauen drücken dem Sympathieträger die Fußballfans die Daumen.