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Merkel-Nachfolge: Laschet als Favorit vor Grünen-Politikern bei Wettquoten

Prognose Informationsplattform analysiert die Quoten potenzieller Kanzler

Berlin. 

Berlin. Im September gibt Angela Merkel ihr Amt als Bundeskanzlerin ab und noch ist offen, wer ihr Nachfolger sein wird. Während der Spitzenkandidat der SPD zur Bundestagswahl 2021 mit Olaf Scholz bereits feststeht, wird das Duell beim Bündnis 90/Die Grünen und der Unionsfraktion in den nächsten Tagen entschieden. Wer laut Buchmachern die größten Chancen auf das Kanzleramt hat und wer zum Überraschungssieger avancieren könnte, hat nun die Informationsplattform Wettbasis herausgefunden.

Im Unions-Duell liegt Armin Laschet knapp vorne

Bei der Entscheidung des Kanzlerkandidaten der Unionspartei zeichnet sich laut Buchmachern ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet liegt demnach mit einer Quote von 2,04 nur knapp vor Markus Söder. Die Siegchancen des bayerischen Ministerpräsidenten belaufen sich auf 2,2.

Deutlich geringere Chancen hat hingegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dessen Quote sich auf 29 zu 1 beläuft. Grund dafür dürfte auch das Fiasko um die parteiinterne Maskenaffäre sein, welches für viel Misstrauen bei den Wählern gegenüber der CDU gesorgt hat.

Die CDU-Parteigremien hatten sich mehrheitlich für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet ausgeprochen. Nur die Berliner CDU setzt auf Söder. Obwohl Parteichef Laschet die offizielle Rückendeckung der Spitzenfunktionäre hat, ist die Frage noch nicht endgültig geklärt. So habe Söder bei den Parteimitgliedern mehr Zuspruch, heißt es aus Parteikreisen.

Grünen-Politikerin Baerbock mit drittgrößten Siegchancen

Der Aufwärtstrend von Bündnis 90/Die Grünen spiegelt sich auch in den Quoten der beiden Parteivorsitzenden wider: Mit einer Wettquote von 7,6 sehen die Buchmacher Annalena Baerbock deutlich vor ihrem Parteikollegen Robert Habeck mit 12,5.

Am 19. April wollen die Mitglieder des Bundesvorstands die Kanzlerkandidatur festlegen. Diese Entscheidung muss dann vom Bundesparteitag im Juni noch bestätigt werden. Habeck und Baerbock sollen beide als Spitzenduo in den Wahlkampf ziehen, nur die "K-Frage" bleibt unklar. In den Umfragen liegen die Grünen derzeit bei über 20 Prozent auf dem zweiten Platz hinter der Union.

SPD deutlich abgeschlagen

Für den Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten, Olaf Scholz, wird es eng: Mit einer Wettquote von 21 liegt er abgeschlagen auf dem fünften Rang. Bei der letzten Sonntagsfrage lag die SPD bei 15 Prozent auf dem dritten Platz hinter der Union und den Grünen.

 

Auch die Chancen der AfD-Politikerin Alice Weidel sind nach ihrer Absage und mit einer Quote von 57 überschaubar. Sie hatte am vergangenen Wochenende auf dem AfD-Bundesparteitag erklärt, für eine Kandidatur am Wochenende nicht zur Verfügung zu stehen.

Der Parteitag beschloss allerdings, das Spitzenteam mittels einer Mitgliederumfrage in den nächsten Monaten zu bestimmen. Weidels Kandidatur bei dieser Umfrage ist noch offen. Der sächsische Bundestagsabgeordnete und Bundessprecher Tino Chrupalla gilt allerdings bereits als gesetzt. Die Partei kommt bei aktuellen Umfragen auf 11 Prozentpunkte.

Für Christian Lindner stellen die Buchmacher dagegen keine Quoten zur Verfügung. Die FDP würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, derzeit 9 Prozent wählen.

Für die Erhebung wurden die durchschnittlichen Quoten von insgesamt acht Anbietern ermittelt. Die Wettquoten dienen lediglich zu redaktionellen Zwecken. Nicht bei jedem Wettanbieter gibt es eine Quote zu jedem der aufgelisteten Kandidaten.



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