1.849 Schüler schnuppern in Sachsens Unternehmen

Wirtschaft "Woche der offenen Unternehmen"

Region . Zum sechsten Mal führte der Landkreis Mittelsachsen mit den Landkreisen Erzgebirgskreis sowie Zwickau die "Woche der offenen Unternehmen" durch. Eine Woche lang hatten 9.673 Schüler ab Klasse 7 der Förder- und Oberschulen, ab der Klasse 9 an den Gymnasien sowie der weiterführenden Schulen und Berufsvorbereitungsklassen von Beruflichen Schulzentren die Gelegenheit sich in Firmen über verschiedenste Berufe zu informieren. Teilgenommen haben 1.849 Schüler, die insgesamt 2.769 Plätze buchten.

Jetzt wird im Referat Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung des Landratsamtes Mittelsachsen die Aktion ausgewertet. "Wir hatten diesmal mit 247 Firmen 22 Betriebe mehr als im Vorjahr, die ihre Türen für den künftigen Nachwuchs öffneten", erklärt Jens Spreer von der Wirtschaftsförderung. Die Mehrheit war zufrieden mit der Resonanz, ein Teil hätte sich mehr Schüler gewünscht.

So waren die Interessen verteilt:

Das größte Interesse lag bei Berufen in den Branchen Gesundheit, Medizin und Pflege allerdings nicht in der Altenpflege. Auch alle Veranstaltungen, die einen Beruf über ein Studium vorstellten, waren gut besucht sowie die Berufe aus Verwaltung, Recht und Öffentlicher Dienst gefolgt von Berufen in der Elektrotechnik, Handel, Banken und Versicherungen. Typische Produktions- oder Handwerksberufe weckten kaum das Interesse der Schüler.

Der Arbeitskreis Schule und Wirtschaft sammelte Vorschläge und zeichnete die Oberschule Brand-Erbisdorf für die höchste Schülerbeteiligung aus und die ratiomat Einbauküchen GmbH aus Leubsdorf war die beliebteste Firma. "Bei den Schülern kamen die Unternehmen gut an, bei denen sie selbst etwas ausprobieren konnten und wo sie mit Auszubildenden ins Gespräch kommen konnten. Auch über kleine Werbegeschenke freuten sie sich", berichtet Jens Spreer weiter.

Die Termine für das nächste Jahr stehen bereits

Diese Berufsinformationswoche ist seit 2014 fester Bestandteil der regionalen Konzepte zur Berufs- und Studienorientierung. Das Kennenlernen der Bedingungen vor Ort, in Produktionshallen, Werkstätten, im Büro, in Kindereinrichtungen, im Krankenhaus, in Lagerhallen und Verkaufseinrichtungen oder in der Land- und Forstwirtschaft hilft bei der Wahl des richtigen Berufes. Für das nächste Jahr wurde bereits der Termin für den 9. bis 14. März festgelegt.

"Wir legen den Schülern und Eltern diese Berufsinformationswoche ans Herz. Dabei können sie sich über ihren Traumberuf und auch alternative Berufe informieren", sagt Jens Spreer, der auch auf die nächste Aktion "Schule macht Betrieb" im Herbst hinweist.