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Chemnitz

130 Jahre nach der Schulweihe in Görberdorf

Sonderschau Viele Exponate im Museum Oederan

Oederan. 

Oederan. Wen es interessiert, welche Noten seine Vorfahren vor hundert Jahren in der Schule hatten, dem kann geholfen werden. Jedenfalls jenen, die die Schule in Görbersdorf besuchten. Ramona Metzler kann auf mehrere, fein mit der Hand geschriebene Zensurentabellen verweisen, die im Stadtarchiv lagern. Sie werden neben anderen Zeitzeugnissen zur Geschichte der Schule im Oederaner Ortsteil seit Freitag in einer Sonderausstellung im Museum der Stadt gezeigt.

Es gibt auch viele interessante Originaldokumente

Das Gros der Exponate haben Mitglieder des Ortsvorstandes, die Lehrerinnen Edith Wiedrich und Gisela Schönfeld sowie vor allem Roland Schmoranz zusammengetragen. Der geschichtsinteressierte Görbersdorfer, der 2011 bereits eine Ausstellung mit Karl Ramm und Detlef Ritter zum Thema Jagd gestaltet hatte, hat unter anderem viel Zeit dafür aufgewendet, um die Namen derer zu erforschen, die auf den zahlreichen Klassenfotos zu sehen sind. "Daneben werden weitere Originaldokumente, wie das Tagebuch von Edith Wiedrich, das Hausbuch des Schulgebäudes, Aufsätze, der Lebenslauf eines Lehrers, Plakat und Fotomaterial vom 60-jährigen Schulfest, ein Buch zu den Ferienspielen, Arbeitshefte, ein Ausbildungsplan der Neulehrer und viele Dinge mehr in der Ausstellung zu finden sein", verrät Ramona Metzler.

Besondere Erinnerungsstücke sind ein gesticktes Deckchen und zwei Tassen, die zur Erinnerung an die 25-jährigen Schulweihe 1913 herauskamen und ein Bild des 1888 gebauten Schulhauses zeigen. Heute wird man dieses Gebäude vergeblich suchen. Es wurde im Jahr 2012 abgerissen. Die Ausstellung "Görbersdorfer Schule" wurde am 17. August, 15 Uhr mit einer Vernissage im Websaal des Museums in Oederan eröffnet. Sie kann bis zum 31. Oktober täglich außer montags von 12 bis 17 Uhr besucht werden.



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