17-Jähriger Autor schreibt über Dunkelheit und Licht

Premiere Junger Mann aus Memmendorf legt sein erstes Buch vor

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Felix Glöß hat ein Buch veröffentlicht, genauso wie seine Mama Sybille Glöß, die schon seit Jahren Kinderbibeln für die ganz jungen Kinder gestaltet. Foto: Ulli Schubert

Memmendorf. Die Idee kam Felix zwischen Weihnachten und Neujahr. Er schrieb die Geschichte auf, wie schon viele Geschichten vordem und wie einige danach. Aber keine ist wie diese. Man kann sie inzwischen als Buch in den Buchläden kaufen. Fein illustriert wurde es von Constanze Riedel-Sturge aus Kirchbach, die als Kursleiterin der Volkskunstschule Oederan arbeitet. Es sind nur wenige, kurze Kapitel, die den Kampf zwischen Dunkelheit und Licht beschreiben. Das Licht zerrt und das Dunkel dräut. Mal scheint das eine, dann das andere zu gewinnen. Am Ende werden beide Freunde. Es geht ja eh' nicht ohne einander, möchte man hinzufügen.

Felix Glöß, 17 Jahre, lebt mit seiner Familie in Memmendorf. Mama Sybille hat noch den Zettel den Felix ihr vor gut zwei Jahren schrieb: "Auch nach einer dunklen Nacht scheint am nächsten Tag das Licht". "Ich habe viele solcher Zettel mit Ideen und Gedanken für Bücher in einem Karton", sagt der junge Mann. Und viele Geschichten schon im Computer. Erzählungen, die oft in einer Fantasiewelt spielen. "Viele meiner Geschichten führen in die Unendlichkeit, ich finde kein Ende, strebe nach Perfektion. Oder aber ich habe eine ganz neue Idee und widme mich nun dieser."

"Ich hatte das Glück, dass eine wunderbare Geschichte mich als ihren Autor auserwählte."

Bei "Freunde?" war es anders. Felix las die Geschichte zunächst im Familien- und dann im Freundeskreis, und auch einmal in Königsstein vor einer Gruppe Jugendlicher. "Es gab viel Beifall", sagt die Mama. "Ja, aber die haben bei allen geklatscht", entgegnet der Sohn und Autor mit einem schelmischen Lächeln. Sybille Glöß half ihm natürlich, das Buch auf den Markt zu bringen. Ein Lektor gab Tipps, dann erschien das Buch bei Books on Demand. "Und schon in den ersten zwei Wochen war ein Dutzend Bücher verkauft", sagt sie.

Auf der letzten Seite steht unter anderem: "Ich hatte das Glück, dass eine wunderbare Geschichte mich als ihren Autor auserwählte. Doch ohne die Hilfe anderer wäre sie in meinem Schreibtisch verschwunden." Man kann hoffen, dass Felix Glöß dort noch die eine oder andere Geschichte findet und viele Leser teilhaben lässt, an dem, was ihn auserwählt hat.

Das Buch "Freunde?" von Felix Glöß mit Illustrationen von Constanze Riedel-Sturge ist überall im Buchhandel erhältlich und kann auch als E-Book im Internet bestellt werden.