20 Jahre Zuflucht und Geborgenheit: Wie die Kinderarche das Leben junger Menschen in Mittelsachsen verändert

2006 hat die Kinderarche Sachsen die Trägerschaft übernommen

Burgstädt

Vor 20 Jahren hat die Kinderarche Sachsen die Trägerschaft für das Kinder- und Jugendheim Burgstädt übernommen. Seitdem haben viele Mädchen und Jungen, Mütter und Kinder hier ein Zuhause auf Zeit, Geborgenheit, Zuwendung, Hilfe und Begleitung gefunden.

„Das Leben hier ist schön“

„Das Leben hier ist schön, weil wir viele Feste feiern und Ausflüge unternehmen. Außerdem gefällt mir, dass wir so einen großen Garten mit vielen verschiedenen Möglichkeiten haben. Ich finde es schön, dass unsere Erzieher für uns da sind“, sagt der 11-jährige Jaden auf einem Flyer des Kinder- und Jugendheims.

Ein starkes Team mit Herz und Kompetenz

Im Haus auf der Beethovenstraße arbeiten aktuell 26 pädagogische und technische Fachkräfte mit Herz, Engagement, Humor und Kompetenz. Zu den Abschlüssen als Erzieher und Sozialpädagogen kommen verschiedene Zusatzqualifikationen, wie zum Beispiel Traumapädagogen, hinzu.

Historie und aktuelle Belegung

Am 3. April 2006 übernahm die Kinderarche Sachsen die Trägerschaft für das Kinder- und Jugendheim vom Landkreis Mittweida. Heute werden im Kinder- und Jugendheim Burgstädt 16 Kinder und Jugendliche sowie fünf Mütter/Väter mit ihren Kindern betreut.

Vielfältige Schicksale im Heimalltag

Seit 2013 leitet Annett Baumann-Launhardt die Einrichtung. Sie erzählt, dass es viele verschiedene Gründe gibt, warum Kinder und Jugendliche in ihrem Haus leben. „Manche Kinder wollen von selbst von Zuhause raus, bei anderen sind es Inobhutnahmen“, so Baumann-Launhardt.

Das große Ziel: Selbstständigkeit

Die Ziele ihres Teams seien immer Rückführungen oder bei älteren Jugendlichen der Schritt in das selbstständige Wohnen.

Schrittweise Modernisierung des Hauses

Ein Vorhaben, das sie bereits seit einigen Jahren vorantreibt, ist die sukzessive Renovierung der einzelnen Zimmer im Gebäude, das früher ein Kinderkrankenhaus war.

Altes Gebäude, neue Pläne

Im Hof steht aber noch ein Großprojekt – die ehemalige Wäscherei des Krankenhauses. Die soll für die Mutter-Kind-Gruppe umgebaut werden, so dass im Haupthaus Platz für eine Wohngruppe für Jugendliche ab 16 Jahren wird, die auf den Auszug vorbereitet werden.

Die finanzielle Hürde des Großprojekts

„Im Moment scheitert es jedoch an den Kosten“, sagt Baumann-Launhardt, die mit bis zu zwei Millionen Euro rechnet.

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