• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

2017 kein Wettkampf in Kriebstein

Motorbootrennen Talsperrenzweckverband sucht neue Lösungen für die Zukunft

Im nächsten Jahr wird kein internationales Motorbootrennen auf dem Kriebsteinsee stattfinden. Dies beschloss der Vorstand des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre auf einer Sitzung vergangene Woche. Grund für die Absage seien die anhaltenden Finanzierungsprobleme der Veranstaltung. Trotz der dreifach höheren Zuschauerzahl im Vergleich zum Vorjahr, etwa 3700 Motorsportbegeisterte kamen im August an die Talsperre, sind die Kosten des Motorbootevents weiterhin zu hoch. Die Zahl der Gäste sei zwar positiv, reiche aber nicht aus, um die Verluste aus der Fahrgastschifffahrt zu kompensieren, begründete Thomas Caro, Vorsitzender des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre die Entscheidung. Geschichte soll das in diesem Jahr zum elften Mal ausgetragene Motorbootrennen damit aber nicht sein. Laut den Veranstaltern bestehe die Überlegung, das Rennwochenende ab 2018 nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Auch Mitorganisator Jürgen Kitzing bedauert die Absage, zeigt aber auch Verständnis: "Es ist nicht einfach, so einen WM-Lauf nach Kriebstein zu holen und man darf die Kosten nicht vernachlässigen. Mit Blick auf die anstehenden Straßenbaumaßnahmen ist die Absage richtig, auch wenn ich es sehr schade finde." 2017 soll die Straße zwischen Burgberg und Großparkplatz in Kriebstein erneuert werden, was die Anfahrt für Besucher und Rennpiloten erschweren würde. Indes ist für 2018 auch ein neuer Termin im Gespräch. Aus finanzieller Sicht wäre es laut Zweckverband sinnvoller, das Motorbootrennen entweder in den Mai oder in den September zu verlegen. So könnten die Verluste aus der unterbrochenen Schifffahrt minimiert werden. In diesem Jahr fand das Rennwochenende parallel zum Schulanfang statt.