25 Jahre "Himmelfahrt Fundgrube"

Feier Freiberger Bergleute bekommen neue Vereinsstandarte

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Übergabe der neuen Vereinsstandarte: Bergwerksführer Marco Alicete, Fördervereinschef Erich Fritz, Hans-Ferdinand Schramm von der Sparkasse Mittelsachsen und Bernd-Erwin Schramm, Kuratoriumschef der Saxonia-Freiberg-Stiftung (v.l.). Foto: Wieland Josch

Freiberg. Am 22. Juni 1992 vollzog sich im Freiberger Rathaus die Gründung eines Vereines, der bis heute eine bedeutende Rolle in der Stadt spielt. Der Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube" war geboren.

Seine Aufgabe: Das Erbe und die Tradition des Bergbaus aufarbeiten, bewahren und an künftige Generationen weiterreichen. In welch hohem Maße diesem Anspruch gerecht wurde, das konnte am vergangenen Samstag in der Nikolaikirche erlebt werden. Dort fand ein Festakt aus Anlass des 25. Jubiläums statt, zu dem neben den Mitgliedern des Vereins auch hochrangige Vertreter der Stadt, des Landes und der TU Bergakademie Freiberg sowie befreundeter Vereine erschienen waren.

Starkes Engagement wird gewürdigt

Im Mittelpunkt stand die Arbeit, die im Besucherbergwerk auf der Reichen Zeche geleistet wird. Seit 2016 trägt dieses offiziell den Namen "Silberbergwerk". Schon seit 1993 finden dort Führungen unter Tage statt. Mit den Jahren kamen mehrere Touren dazu, ebenso die sehr erfolgreichen Mettenschichten zur Weihnachtszeit.

Über 300.000 Besucher konnten so schon die Welt unter Tage kennenlernen und Verständnis und Interesse für den Bergbau gewinnen. Dass dies gelang, ist einer Kraftanstrengung von Stadt, Landkreis, Land, Universität, aber auch Wirtschaft zu danken, deren Möglichkeiten im Förderverein gebündelt sind. "Das ist eine einmalige Symbiose", findet Professor Reinhard Schmidt, ehemaliger Oberberghauptmann.

Es gab gute und schlechte Zeiten

Er war einer von fünf Zeitzeugen, die sehr emotional auf die Anfangsjahre zurückblickten, wobei die schwierigen Zeiten nicht ausgeblendet wurden. In seiner Doppelfunktion als Forschungs- und Besuchereinrichtung sei das Silberbergwerk bis heute einmalig geblieben. "Wir haben gezeigt, dass bergbauliche Vereinsarbeit nicht angestaubt ist", so Erich Fritz, Vorsitzender des Fördervereins. Er präsentierte den Gästen, unter ihnen Sachsens Finanzminister Georg Unland, den neuen Imagefilm des Vereins.

Als Überraschungsgeschenk übergaben Hans-Ferdinand Schramm von der Sparkasse Mittelsachsen und Bernd-Erwin Schramm, Kuratoriumsvorsitzender der Saxonia-Freiberg-Stiftung eine neue Vereinsstandarte.