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30 Jahre Investition in Burgstädts Altstadt zahlen sich aus

Bilanz Die Satzung des Sanierungsgebietes wurde nun aufgehoben

Burgstädt. 

Burgstädt. Dass sich die Innenstadt der knapp 11.000 Einwohner zählenden Stadt Burgstädt in den vergangenen knapp dreißig Jahren wesentlich verbessert hat, ist zu einem Großteil der Aufnahme des "1. Sanierungsgebietes Burgstädt Altstadt" in das Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung - Städtebauliche Sanierungs- & Entwicklungsmaßnahmen - zu verdanken. Über dieses Programm wurden seit 1992 Fördergelder in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro, die sich zu zwei Dritteln in Bund- und Landesmittel und zu einem Drittel in einen kommunalen Eigenanteil gliedern, in die Verbesserung der Attraktivität des Altstadtgebietes investiert. Nach dem Aufheben der Sanierungssatzung der Stadt Burgstädt erfolgt im Anschluss durch den Gutachterausschuss des Landkreises Mittelsachsen die Ermittlung von grundstücksgenauen Einzelgutachten der noch nicht im Sanierungsgebiet abgelösten Ausgleichsbeträge von bisher nicht erreichten drei Prozent der Eigentümer im Sanierungsgebiet.

Welche Ziele wurden dabei verfolgt?

Zentrale Ziele der Sanierungsmaßnahmen waren der Erhalt des stadtbildprägenden, mittelalterlichen Stadtkerns und das Beseitigen der städtebaulichen Missstände und strukturellen Schwächen im Stadtzentrum. Besonders bauliche und funktionelle Mängel der Gebäudesubstanz, des öffentlichen Raumes und der infrastrukturellen Gegebenheiten im innerstädtischen Bild sollten reduziert werden. "Wer heute durch die Burgstädter Innenstadt geht, kann auf Schritt und Tritt erkennen, welch große Anstrengungen notwendig waren, um Burgstädt wieder anziehend zu machen", sagte Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler) zur Thematik.

Weiterhin erfolgt nach dem Aufheben der Satzung das kostenfreie Löschen der Sanierungsvermerke in den Grundbüchern. Mit dem Klären der noch offenen drei Prozent an Ausgleichsbeträgen und dem Löschen der entsprechenden Sanierungsvermerke ist das fast 30-jährige "1. Sanierungsgebiet Burgstädt Altstadt" beendet. Innerhalb der beiden aktuellen Burgstädter Stadtumbaugebiete "Erweiterte Innenstadt Süd" und "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" besteht auch weiterhin die Möglichkeit, dass öffentliche und private Grundstücks- und Immobilieneigentümer staatliche Förderungen im definierten Fördergebiet beziehen. Weitere Informationen erteilen das Bauamt und das Büro der Westsächsischen Gesellschaft für Stadterneuerung mbH.