300 Zuschauer beim Benefizspiel in Flöha

Handball Reinerlös geht an den Elternverein krebskranker Kinder

300-zuschauer-beim-benefizspiel-in-floeha
Die ehemalige Handball-Oberliga- A-Jugend des VfB Flöha bestritt gegen den Verbandsligisten SSV Rottluff ein Benefizspiel. Foto: Knut Berger

Flöha. Es war Zufall, dass auf den Tag genau nach 100 Jahren, nachdem ein gewisser Max Heiser in Berlin die ersten Handball-Regeln fixierte, sich in der Sporthalle des Pufendorf-Gymnasiums in Flöha ein paar Männer trafen, die den Handballsport in der Stadt einst bestimmten. Genauer gesagt hatte sich die ehemalige Oberliga- A-Jugend des VfB Flöha am 29. Oktober den Verbandsligisten SSV Rottluff aus Chemnitz eingeladen, um noch einmal unter Wettkampfbedingungen auf die 3 mal 2 Meter großen Tore zu werfen. Knapp 300 Zuschauer wollten sich das sportliche Spektakel, dass die Gäste 31:26 (15:13) gewannen, nicht entgehen lassen.

Sportler spielen für einen guten Zweck

Dabei stellten sich alle Beteiligten in die Sache eines guten Zwecks. denn der Reinerlös dieser Veranstaltung wird am 28. November im Stadtsaal der alten Baumwolle in Flöha an den Elternverein krebskranker Kinder übergeben. Zwar stand gestern noch nicht genau fest, welche Summe zusammen gekommen ist, doch wie VfB-Präsident Alexander Meyer sagte, sei es ein Betrag , der über 1000 Euro liegen dürfte.

Er freute sich zudem, dass dieses Benefizspiel auf diese große Resonanz getroffen war. Meyer hatte unlängst an der Goldsteig-Ultrarace, einen Extremlauf über 661 Kilometer teilgenommen und dabei ebenfalls viele Spenden gesammelt. "Wenn wir dazu beitragen konnten, den Betrag ordentlich aufzustocken, hat unser Wiedersehen doch seinen Zweck erfüllt", sagte auch Andreas Bolomsky, der die Mannschaft einst trainierte und gegen Rottluff mit seinem Co-Trainer Lutz Braun selbstverständlich betreute. "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Aber ich gehe davon aus, dass ich in spätestens zwei Stunden mich nicht mehr bewegen kann, weil mir alles weh tut", sagte Spieler Mike Richter, der für den VfB vier Tore erzielte.

Wehmut bei so manchem Zuschauer

Frank Riedel traf fünfmal. "Wir wollten uns schon immer einmal wieder treffen. Das es jetzt geklappt hat, alle zugesagt und sich dabei noch in den Dienst einer tollen Sache gestellt haben, ist ganz toll", sagte Riedel, der der Hauptinitiator des Spiels war. Er und seine Mitstreiter zeigten auf jeden Fall, dass sie das Handballspielen nicht verlernt haben. Deshalb kam auch bei so manchem Zuschauer etwas Wehmut auf, wenn er an die vergangenen Zeiten dachte. Leider ist keiner der Recken von einst noch für den VfB Flöha aktiv.