4 von 150 Proben positiv - Neuer Fall in Flöha

Vogelgrippe Weiterer Sperrbezirk in Mittelsachsen eingerichtet

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Foto: Haertelpress

Freiberg/Chemnitz. Bei einem toten Bussard, der am 15. Februar im Stadtgebiet Flöha aufgefunden wurde, konnte das hochpathogene aviäre Influenza-A-Virus des Subtyps H5, also die sogenannte Vogelgrippe, festgestellt werden. Damit ist der vierte Fall dieser Krankheit im Landkreis Mittelsachsen amtlich dokumentiert.

"Insgesamt haben wir 150 Proben bislang zur Untersuchung gegeben", erläutert André Kaiser vom Landratsamt. "Vier davon sind positiv, 14 Ergebnisse stehen noch aus." Im Fall des in Flöha gefundenen Bussards hat das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises ein Restriktionsgebiet, also einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet, eingerichtet. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich dabei auch auf Teile der Stadt Chemnitz, nicht jedoch der Sperrbezirk.

Nachdem bereits am 27. Januar 2017 in Folge des Nachweises der Vogelgrippe bei einem toten Reiher im Ortsteil Plaue der Stadt Flöha ein Beobachtungsgebiet festgelegt worden war, wird dieses nun um die Chemnitzer Stadtteile Glösa-Draisdorf, Borna-Heinersdorf, Furth, Altendorf, Schlosschemnitz, Kaßberg, Zentrum, Kapellenberg, Kappel, Helbersdorf und Altchemnitz erweitert. Damit gelten auch dort für Geflügelhalter besondere Ge- und Verbote. Zudem sind die Besitzer von Hunden und Katzen betroffen, ebenso Jagdausübungsberechtigte. So ist die Jagd von Federwild untersagt und Hunde sowie Katzen dürfen nicht frei herumlaufen, was eine Leinenpflicht für diese Tiere bedeutet. Die Bevölkerung wird darüber hinaus um Mithilfe gebeten. Sollten vermehrt tote Wildvögel aufgefunden werden, soll dies umgehend mitgeteilt werden.