530 Besucher - Job- und Karrieretag kommt gut an

Angebot Erste Auflage der Veranstaltung wurde auch von Firmen gut aufgenommen

Die Besucher des Job- und Karrieretages in Freiberg zeigten reges Interesse an den verschiedenen Ständen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Mit mehr als 530 Besuchern verzeichnete der erste Job- und Karrieretag Mittelsachsen am Donnerstag vergangener Woche im Deutschen Brennstoffinstitut Freiberg eine unerwartet hohe Resonanz.

Zwar hatten die Organisatoren diesen Tag, der sich bewusst an Mittelsachsen wendet, die vor Jahren ihre berufliche Perspektive außerhalb des Freistaates gesucht haben, wohlüberlegt auf einen Termin "zwischen den Jahren" gelegt, wo viele ihre Familien in der Heimat besuchen und somit vor Ort sind. Doch dass so viele dieses Angebot wahrnehmen würden, sich bei Unternehmen über Berufschancen zu informieren, damit hatte niemand wirklich gerechnet. "Es war ein ganz großartiger und erfolgreicher Tag", sagte Alexander Eisenblätter von der Saxonia Standortentwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft.

Großer Andrang auch an anderen Orten

So richtig glauben konnten es die Veranstalter des ersten mittelsächsischen Job- und Karrieretages am vergangenen Donnerstag im Freiberger DBI wohl zunächst nicht. Schon in der ersten Stunde wurden mehr als 200 Besucher gezählt, ein Andrang, dem man sich gerade so gewachsen sah. Das Bedürfnis vieler Mittelsachsen, die seit Jahren weitab der Heimat arbeiten und leben und nun über die Feiertage ihre Familien daheim besuchten, wieder zurückzukommen und hier einer guten Arbeit nachzugehen, scheint doch größer, als gedacht.

Andere Börsen mit ähnlichem Profil, die etwa in Annaberg-Buchholz oder Zittau stattfanden, konnten mit ebenso hohen Zahlen aufwarten. In Freiberg hatten sich 43 Firmen und Institutionen mit ihren Angeboten im Tagungszentrum des DBI platziert.

Auch die Firmen sind zufrieden

Im nächsten Jahr, so vermutet Andrea Tippmer von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen, werde der vorhandene Platz wohl nicht ausreichen, denn dann dürften mehr Unternehmen vor Ort sein. Für die, die diesmal dabei waren, lohnte es sich größtenteils. "Wir haben zahlreiche Bewerbungen bekommen", sagte Janine Huster vom Sozialen Zentrum "Zwirnereigrund" in Mittweida.

Auch Claudia Kloppe, Geschäftsführerin von SF Automotive in Freiberg Muldenhütten zeigte sich zufrieden. "Es gab ein sehr gutes Gespräch mit jemandem, der einen wichtigen Posten bei uns ausfüllen könnte." Fritz Walter von Landschaftsgestaltung Straßen-, Tief- und Wasserbau Freiberg war ebenfalls begeistert. "Wir sind nächstes Jahr bestimmt wieder mit dabei", sagte er. Die Nestbau-Zentrale des Landkreises konnte ein sehr hohes Interesse verzeichnen und vermittelte Kontakte zum "Wieder-sesshaft-werden" in Mittelsachsen.