70 Jahre Volkssolidarität

Jubiläum Ortsgruppe Erlau erinnert an Gründungszeit

Zeitgleich zu den Feierlichkeiten des Bundesverbandes in Erfurt, beging auch die Ortsgruppe Erlau am Samstag in der Halle des Kleintierzuchtvereins das Jubiläum "70 Jahre Volkssolidarität". Die Vorsitzende der Ortsgruppe, Christa Pohl, verwies in ihrer Eingangsrede dabei auf die gewandelten Aufgabenbereiche des gemeinnützigen Vereins. So nahm und nimmt die Seniorenbetreuung einen wichtigen Platz ein: "Wir organisieren seit Jahren Tagesausflüge nach Dresden, Breslau oder Berlin, um ältere, einsame Menschen ins kulturelle Leben zurückzuholen." so die 66-Jährige, "Doch wir sind nicht mehr allein ein Rentnerverein, der gern Kaffee trinkt." Demnach gehöre die Krankenpflege, aber auch die Beteiligung an Sozialprojekten in Kindertagesstätten zu den Aufgaben der Volkssolidarität. Gegründet wurde der wohltätige Verein in Dresden allerdings unter ganz anderen Umständen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm die Vereinigung wichtige Aufgaben, um die Kriegsnot zu lindern. DGB-Ortsgruppenchef Peter Hanusch griff diesen Punkt bei der Überbringung der Glückwünsche auf: "Die Volkssolidarität hat nach Kriegsende herausragende Arbeit bei der Integration geleistet. Auch wenn die Situation nicht vergleichbar ist, muss man diesen Wissensschatz für die aktuellen Probleme nutzen." Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde aber mit dem erzgebirgischen Volksmusiker-Duo "Hutzenbossen" auch ein bisschen gefeiert.



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