700 erfolgreiche Studienabschlüsse an der Hochschule Mittweida

Sachsens größte Hochschule für angewandte Wissenschaften feiert ihre Absolventen des vergangenen Wintersemesters

Mittweida

Mit 6.350 eingeschriebenen Studierenden zum Stichtag 1. November 2025 ist die Hochschule Mittweida (HSMW) laut amtlicher Statistik wieder vor der HTWK in Leipzig die größte der fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW).

Zudem ist die HSMW nach den Universitäten in Dresden, Leipzig und Chemnitz die viertgrößte Hochschule in Sachsen über alle Hochschultypen hinweg – noch vor der TU Bergakademie Freiberg.

Rektor Professor Volker Tolkmitt: „Wichtig ist, was hinter dem erfreulichen Spitzenplatz steckt: Dass wir uns trotz ungleicher Voraussetzungen gegenüber Hochschulen und Universitäten in den großen Städten so erfolgreich behaupten – mit besonderen Studiengängen und einmaligen Möglichkeiten, die Studierende, aber auch Lehrende und Forschende anziehen.“

Im Blick auf die am Freitag anstehende Feierliche Exmatrikulation ergänzt Tolkmitt: „Dass die Hochschule Mittweida übers Jahr durch Studienabschlüsse wieder kleiner wird, freut mich genauso. Denn das zeigt, dass wir unsere Kernaufgabe erfüllen: Menschen akademisch auszubilden und in eine berufliche oder weitere akademische Karriere zu entlassen.“

Akademischer Rausschmiss

Dieses Entlassen wird an der HSMW zweimal im Jahr gefeiert und augenzwinkernd als „akademischer Rausschmiss“ bezeichnet. Für die Feierliche Exmatrikulation am Freitag hatten sich von 697 Absolventen des vergangenen Wintersemesters rund 230 mit ihren Angehörigen angemeldet. Die Evangelische Stadtkirche wird also wieder voll, und das Wetter verspricht strahlendes Hütewerfen auf dem Technikumplatz.

Unter den 697 Absolventen des Wintersemesters sind 269 Frauen (39 Prozent) und 216 internationale ehemalige Studierende (31 Prozent) aus 30 Ländern. Die HSMW freut sich über 25 Doppelabschlüsse, darunter acht mit ihrer ukrainischen Partnerhochschule Odessa National Economic University (ONEU).

Meistvergebener Abschluss ist der Bachelor (411). Der mit 21 Jahren jüngster Absolvent hat Business Management studiert, der älteste hat mit 57 Jahren seinen Abschluss in IT-Forensik/Cybercrime gemacht.

Nicht ohne Cybercrime wird die Festrede auskommen. Professor Christian Hummert, Forschungsdirektor der bundeseigenen Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH – kurz Cyberagentur – wird sie halten. Hummert war von 2015 bis 2018 Professor für IT-Sicherheit/Digitale Forensik an der HSMW und ist ihr heute als Honorarprofessor weiter verbunden.

Der symbolische „akademische Rausschmiss“ durch Rektor Volker Tolkmitt und die persönliche „Behütung“ der Absolventen durch ihre ehemaligen Professoren sind die Höhepunkte der Feier. Anschließend zieht die Festgemeinde durch die Stadt auf den Technikumplatz vor das Hauptgebäude der Hochschule, wo etwa um 16 Uhr die eben noch frisch aufgesetzten schwarzen Abschlusshüte in die Luft fliegen.

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