800 Mitfahrer an sechs Wochenenden

Saisonfinale Eisenbahnverein zieht positive Bilanz

Das erste Oktoberwochenende hatte es noch einmal gut gemeint mit den Mitgliedern des Eisenbahnvereins Hartmannsdorf, die bis zum Verkauf des Oberfrohnaer Bahnhofs unter dem Namen LOEV bekannt waren. Bei spätsommerlichem Wetter konnten sie rund 150 Gäste begrüßen, die auf der eigentlich stillgelegten Muldentalbahn Sonderfahrten unternehmen wollten. Gezogen wurde der Anhänger dabei von der komplett runderneuerten ungarischen Motordraisine "Piroschka", die auf das Jahr 1945 zurück geht. Toni Naumann hatte sich mit Freunden aus Mühlau, Limbach und Niederfrohna im Vorfeld um die Sandstrahlung des Rahmens, die Lackierung der Teile, die Erneuerung der Elektronik und den neuen Motor gekümmert. Die Eisenbahnfans bekamen dafür zahlreiche Komplimente: "Wir sind das erste Mal mitgefahren und waren begeistert, welch interessanten Gebäude und Bahnanlagen es in Wolkenburg oder Penig noch zu sehen gibt", erklärte Familie Wetzel aus Langenberg. Die Chemnitzer Familie Reuß wollte den Enkeln aus Dresden etwas Besonderes bieten: "Die Kinder haben so etwas noch nie gemacht, wir können das nur weiter empfehlen", meinten sie beim Aussteigen. Die Vereinsmitglieder hatten an sechs Wochenenden im zurückliegenden Jahr Touren angeboten und konnten dabei rund 800 Mitfahrer jeden Alters begrüßen. "Dass unsere Piroschka das erste Fahrtwochenende treu durchgehalten hat freut uns natürlich sehr", so Toni Naumann. "Man hat einfach gesehen, dass sich die qualitativ hochwertige Aufarbeitung gelohnt hat - ebenso wie der neue Anhänger. Für das neue Jahr sind wir an einer weiteren Strecke dran, die für den Sonderverkehr reaktiviert werden könnte." Sorgen bereitet dem Verein, ob 2016 die Muldentalbahn weiter genutzt werden kann.