A14 Richtung Dresden: Transporter überschlägt sich nach LKW-Kollision

Feuerwehr, Rettungsdienst und Hubschrauber im Einsatz

Mutzschen

Ein schwerer Verkehrsunfall hat am frühen Montagnachmittag auf der A14 in Fahrtrichtung Dresden einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst.

Gegen 13.45 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Hohnstädt sowie die Kreisbrandmeisterei und Einheiten des Gefahrgutzuges sowie des Technischen Dienstes des Landkreises Leipzig alarmiert. Hintergrund war eine zunächst unklare Lage, bei der zunächst auch von einem möglichen Gefahrgutunfall ausgegangen wurde.

Transporter landet auf dem Dach in der Böschung

Als die ersten Einsatzkräfte die Unfallstelle kurz hinter der Autobahnauffahrt Mutzschen erreichten, fanden sie zwei beteiligte Fahrzeuge vor: einen LKW-Sattelzug auf dem Standstreifen sowie einen Transporter, der auf dem Dach liegend in der Böschung neben der Fahrbahn zum Stillstand gekommen war.

Der Fahrer des Transporters wurde bereits beim Eintreffen der Feuerwehr durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Anschließend brachte ihn ein Rettungswagen in ein Krankenhaus. Zur Unterstützung der medizinischen Versorgung wurde zudem ein Notarzt mit einem Rettungshubschrauber an die Einsatzstelle geflogen.

Gefahrgutverdacht bestätigt sich nicht

Wie Einsatzleiter Daniel Klemm von der Feuerwehr Grimma vor Ort mitteilte, konnte die zunächst befürchtete Gefahr durch Gefahrgut schnell ausgeschlossen werden.

„Gefahrgut spielte bei dem Unfall keine Rolle, sodass die Einheiten des Landkreises ihre Anfahrt zeitnah abbrechen konnten“, erklärte Klemm.

Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst insbesondere beim Transport des verletzten Fahrers. „Die Zuwegung zum Fahrzeug in der Böschung war unwegsam, sodass wir den Rettungsdienst entsprechend unterstützen mussten“, so der Einsatzleiter.

Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte den Brandschutz sicher und übernahmen die Reinigung der Fahrbahn.

Kritik an fehlender Rettungsgasse

Kritisch äußerte sich Daniel Klemm zur Verkehrssituation auf der Autobahn. Nach seinen Angaben kostete die nicht ordnungsgemäß gebildete Rettungsgasse wertvolle Zeit bei der Anfahrt der Rettungskräfte zur Unfallstelle.

Autobahn zeitweise voll gesperrt

An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A14 zunächst vollständig gesperrt werden. Im weiteren Verlauf wurde der Verkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbeigeleitet.

Polizei ermittelt zur Unfallursache

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls aufgenommen. Nach ersten Informationen könnte ein technischer Defekt beziehungsweise eine Panne den LKW zum Anhalten auf dem Standstreifen gezwungen haben.

Offenbar bemerkte der Fahrer des Transporters das stehende Fahrzeug zu spät und fuhr auf den Sattelzug auf. Die Ermittlungen dauern an.

Update der Polizei am 2. Juni, gegen 9.45 Uhr

Am Montagmittag ereignete sich auf der Bundesautobahn 14 an der Anschlussstelle Mutzschen in Fahrtrichtung Nossen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einem Transporter. Dabei wurde der Fahrer des Transporters schwer verletzt.

Von Fahrbahn abgekommen Der 25-jährige Fahrer eines Transporters der Marke Fiat fuhr auf der Autobahn 14 in Richtung Nossen. Auf Höhe des Kilometers 42,5 kam der Transporter aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und stieß mit einem Sattelanhänger Kogel (Fahrer: 31) zusammen, der aufgrund eines Reifenschadens auf dem Standstreifen abgestellt war.

Infolge der Kollision überschlug sich der Transporter und kam von der Fahrbahn ab.

Der Fahrer wurde schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Fahrer des Sattelzuges wurde nicht verletzt.

Der Sachschaden wurde mit circa 50.000 Euro beziffert.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich