Abiturient mit Benzin im Blut

Kart Freiberger drückt nicht nur die Schulbank, sondern auch aufs Gaspedal

Die richtige Sitzposition ist für Stefan Schönlebe sowohl in der Ausbildung als auch im Sport wichtig. Der 17-Jährige drückt in Freiberg die Schulbank und bastelt gerade an seinem technischen Abitur in der Richtung Maschinenbau. In der Freizeit geht es allerdings weniger trocken zu, denn der junge Mann ist begeisterter Kart-Fahrer. Dabei betätigt das Talent äußerst erfolgreich das Gaspedal, denn Schönlebe hat in seiner noch jungen Karriere bereits sehr viele Podestplätze eingefahren. Zuletzt gelang ihm das auf der Kartbahn Hunsrückring in Hahn, als er beim Jubiläumsrennen des Kart-Club Trier auf dem dritten Rang der Tageswertung landete. Im Training und der Qualifikation lief es für den Fahrer sehr gut. Obwohl die Strecke zunächst nass war, sicherte sich der Sachse die erste Startposition. Im ersten Umlauf erkämpfte sich Schönlebe den zweiten Rang, auch im zweiten Rennen war er ganz vorn mit dabei. "Dann brachte mich allerdings ein unfaires Manöver eines Konkurrenten aus der Spur, sodass ich mich im zweiten Durchgang mit dem sechsten Platz zufriedengeben musste", sagte der Freiberger. Der Saisonrückblick fällt aus seiner Sicht durchwachsen aus. "Es gab gute Momente, es lief aber auch nicht immer alles wie gewünscht", meinte der Pilot. Zudem wechselte er im Sommer in die Klasse KZ 2, wo im Gegensatz zu den vorherigen Kategorien mit schaltgetriebenen Karts gefahren wird. "Der Wechsel erfolgte damit ein Jahr früher als geplant. Doch dadurch hatte Stefan die Möglichkeit, schon jetzt Erfahrungen zu sammeln, um nächstes Jahr richtig mitmischen zu können", meinte sein Vater Steffen Schönefuß, der seinen Sohn nicht nur als Mechaniker betreut, sondern insgesamt als "Mann für alle Fälle" gefragt ist.