Abriss und Notsicherungen sind unumgänglich

Veränderungen Mehrere Brachen verschwinden bis Weihnachten

Vor allem für Ortsunkundige ist es im Augenblick recht schwierig, sich mit dem Fahrzeug in der Stadt zurecht zu finden. Einen großen Anteil daran hat die Sperrung der Jägerstraße, die sich bis Mitte 2016 hinziehen wird. Aktuell gibt es auch keine Durchfahrt über den Johannisplatz, da auf diesem bis morgen Abend der Weihnachtsmarkt abgehalten wird. Für Verwunderung und Ärger sorgen deshalb weitere Einschränkungen, die sich durch den Abriss von Brachen ergeben haben. "Seit vielen Jahren bemüht sich die Stadtverwaltung um den Rückbau der aktuellen Projekte auf der Straße des Friedens, der Wasser- und der Windmühlenstraße", informierte Thilo Schwarm. "Wir sind deshalb sehr froh, dass es uns gemeinsam mit der Stadtplanung gelungen ist, trotz der mehr als schwierigen Eigentumsverhältnisse eine Lösung zu finden." Der Fachbereichsleiter Ordnungsangelegenheiten gab bekannt, dass unter anderem mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Programm "Stadtumbau Ost" drei Brachen endgültig verschwinden werden. Viele Limbacher bedauern vor allem den Abbruch des Hauses Straße des Friedens 20. Dort war bis in die 1950er-Jahre mit der Firma Albin Römer der renommierteste Uhrmacher der Stadt ansässig. "Das markante Klinkergebäude ist schon länger notgesichert und gehört einer großen Erbengemeinschaft, teilweise aus Amerika. Ein Abriss war nicht mehr zu verhindern", so Schwarm. Verschwunden ist inzwischen schon zu großen Teilen die Fabrik "Theodor Sohre" an der Wasserstraße. Dort leben die Erben in Namibia. In Kürze wird auch das so lange leerstehende Wohnhaus gegenüber der Jet-Tankstelle Geschichte sein. Der Eigentümer hat Antrag auf geförderten Rückbau gestellt. Zunächst notgesichert wurde das Haus Weststraße 20/22. Das herrenlose Gebäude wird teilweise abgerissen.