Abschied in schwierigen Zeiten

Veränderung Neue Aufgaben für Freibergs Revierleiter

Brand-Erbisdorf/Freiberg. 

Brand-Erbisdorf/Freiberg. Mit Wirkung vom 2. Juni wird der bisherige Leiter des Polizeireviers Freiberg, Polizeioberrat Jens Uhlmann, eine neue Aufgabe im Sächsischen Staatsministerium des Innern übernehmen. "Fünf Jahre sind auf der Revierleiterstelle schon ein recht langer Zeitraum", urteilt dazu Steve Ittershagen, "Gerade in der Asylkrise von 2015 bis 17 musste man als örtlicher Polizeichef schon Nerven bewahren und viele im Vorfeld unberechenbare Situationen meistern."

Die Oederaner Wahlkreisabgeordnete im Sächsischen Landtag Susan Leithoff sowie Alt-Landtagsmitglied Steve Ittershagen, CDU-FDP-Fraktionsführer im Freiberger Stadtrat, ließen es sich nicht nehmen, dem scheidenden Revierleiter einen spontanen Besuch abzustatten. "Wir wollen die Gelegenheit nutzen und ihm für seine Leistungen in komplizierten Zeiten einfach zu danken", so Susan Leithoff.

Es endet da, wo alles begann

Bei dem Treffen waren naturgemäß die Erfahrungen der hiesigen Polizei in Corona-Zeiten Thema. So sank zum Beispiel beim echten Lockdown die Zahl der täglichen Polizeieinsätze von zirka 40 auf 12, es gab kaum Verkehrsunfälle und so gut wie keine Straftaten, dafür tendenziell mehr häusliche Gewalt. "Außerdem war die gesundheitliche Eigensicherung hier immer ein Thema", sagt Jens Uhlmann.

Für ihn schließt sich ein kleiner Lebenskreis, hatte er doch seinerzeit 1998 im Polizeigebäude von Brand-Erbisdorf als Praktikant begonnen. Er scheide mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus seiner jetzigen Funktion, meint der Polizeioberrat.