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Vogtland

Absturzstelle wird genau untersucht

Ausgrabung Amerikaner suchen Flugzeugteile - Ludwig Pfeifer sah den Absturz

Fast einen Monat arbeiteten sie, ohne großes Aufsehen zu erregen. Doch dann wurde trotzdem in Oberlungwitz bekannt, dass derzeit eine Gruppe von Amerikanern auf einem Feld in Richtung Ursprung nach Teilen es Flugzeuges sucht, das im Jahr 1945 hier abgestürzt ist. Ein viermotoriger B17-Bomber, der als "Fliegende Festung" bekannt wurde, war nach einem Angriff beschossen wurden und krachte mit brennender Tragfläche auf den Acker. Damals war Anwohner Ludwig Pfeifer noch ein kleiner Junge, der den Absturz als Augenzeuge miterlebte. "Wenn man jetzt die Teile sieht, kommen die Erinnerung an damals wieder", sagt der 75-Jährige, der die Arbeiten der Amerikaner mitverfolgt und mehrfach mit den entsprechenden Behörden in Kontakt stand. Er erwartet nicht, dass auf dem Feld viel zu finden ist. "Die großen Teile wurden damals abtransportiert", erinnert er sich. Auch der Pilot, der bei dem Absturz starb, wurde geborgen. Die anderen Besatzungsmitglieder seien mit Fallschirmen abgesprungen. Doch ihr Schicksal ist weitgehend unklar. Geforscht hat zu diesem Thema vor einigen Jahren schon Friedrich Bachmann aus Hohenstein-Ernstthal. Soweit er bei Befragungen von Zeitzeugen herausgefunden hat, seien die Besatzungsmitglieder unter anderem bei Leukersdorf und zwischen Mittelbach und Ursprung auf Feldern gelandet. In einer Scheune sollen sie sich versteckt haben, doch dann wurden sie verraten und sollen als Kriegsgefangene in Mittelbach vorgeführt worden sein. "Dazu gibt es zwar mögliche Zeitzeugen, aber Niemand will etwas gesehen haben oder sich daran erinnern", berichtet Bachmann. Die Spur der Besatzungsmitglieder verliert sich, als diese angeblich in Richtung Neukirchen abtransportiert wurden. Bei den jetzigen Ausgrabungen hoffen die Angehörigen einer US-Spezialeinheit, die in aller Welt nach Vermissten suchen, doch noch Hinweise zu finden.



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