Ärztliche Versorgung per Videosprechstunde

Medizin Verbesserung des Angebotes im ländlichen Raum

aerztliche-versorgung-per-videosprechstunde
Foto: hamonazaryan1/pixabay

Hartha. Gesundheitsministerin Barbara Klepsch informierte sich über das Potenzial von Videosprechstunden in der praktischen Umsetzung. Bei einem Besuch der Praxis von Dr. med. Danny Nummert-Schulze, Facharzt für Innere Medizin - Hausärztliche Versorgung, konnte die Ministerin bei einer Videosprechstunde mit einem Patienten über die Schulter sehen.

Die Praxis gehört als Zweigstelle Hartha zum MVZ Leisnig der Helios Klinik Leisnig. "Die Möglichkeiten, die digitale und telemedizinische Anwendungen für die medizinische Versorgung, vor allem auch in ländlichen Gebieten eröffnen, sind enorm", sagte Ministerin Klepsch.

Häufiges Problem ist eine sichere Internetverbindung

"Wir nutzen für diesen Zusatzservice ein Programm, das sicherstellt, dass das Gespräch weder auf einem Server zwischengespeichert noch die Inhalte für jemanden anderes als Arzt und Patient eingesehen werden. Der Patient bekommt lediglich per Mail einen Link, den er zum vereinbarten Termin am Computer, Tablet oder Smartphone öffnet und schon geht es los", beschreibt Helios Arzt Dr. Nummert-Schulze.

Mediziner in ausgewählten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) des Helios-Klinik-Verbundes bieten diesen Zusatzservice seit September für ihren Patienten an. "Patienten und auch Ärzte berichten uns, dass die Videosprechstunde eine wertvolle Ergänzung zum Arztbesuch ist, die den Alltag erleichtern kann. Gerade für Pflegeheime sehen wir großes Potenzial. Allerdings stellen wir auch fest, dass das Fehlen einer starken Internetverbindung ein häufiges Hindernis für diese Zukunftsform der Behandlungsergänzung darstellt", stellt Jan Hoffmann von Helios fest.