Alarmstufe 3 im Altkreis Döbeln noch möglich

Hochwasser An der Zschopau stagnieren die Pegel aktuell

Bis zum Pegelstand wie beim Hochwasser 2002 fehlt an der Zschopau noch jede Menge. Foto: Dennis Heldt

Mittweida/Döbeln. Das Landeshochwasserzentrum Sachsen (LHWZ) hat für die Flüsse Mulde und Zschopau stellenweise die erste oder zweite Hochwasserwarnstufe ausgerufen.

Besonders gefährdet ist der Bereich des Zusammenflusses von Zschopau und Mulde im Altkreis Döbeln. Hier könne in den nächsten Stunden eventuell auch die Warnstufe 3 (rot) von 4 noch erreicht werden. Besondere Sorgen brauchen sich die Anwohner trotzdem nicht machen: "Das Schmelzwasser aus den Bergen ist größtenteils abgetaut und schon durchgeflossen. Da auch kein Starkregen vorhergesagt wurde, ist mit weiter steigenden Pegeln aktuell nicht zu rechnen", informierte die Pressesprecherin des Hochwasserzentrums Karin Bernhardt in Dresden.

An der Messstation Kriebstein stagniert der Wasserstand seit Donnerstagmittag bei etwa 2,15 Meter, normalerweise ist der Pegel hier einen Meter niedriger. "Wir bemerken einen größeren Durchlauf, aber akut ist die Situation nicht", so Thomas Caro vom Zweckverband Kriebsteintalsperre. Die Rückhaltebecken der Talsperren entlang von Zschopau und Mulde verfügen auch noch über genügend Speicherkapazitäten, so Bernhardt.

Dennoch ist die Zschopau stellenweise leicht über die Ufer getreten. Im Bereich Mittweida und Kriebstein ist es bisher jedoch ausgenommen einiger Waldwege nicht zu Straßenüberschwemmungen oder Behinderungen gekommen.