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Alle sind gefordert

Flüchtlinge Neuer Landrat bezieht Stellung

Der neue mittelsächsische Landrat Matthias Damm hat sich dieser Tage deutlich zur derzeitigen Situation von Flüchtlingen und Asylbewerbern geäußert. "Diese Problematik fordert uns alle heraus", sagte er. "Sie kann nur gesamtgesellschaftlich gelöst werden." Er wünsche sich, dass sich alle konstruktiv in die Debatte mit einbringen und sich engagieren. "Wir müssen weiter denken, als es bisher der Fall war", stellte er fest. "Auch kann die Lösung nicht allein den Städten und Gemeinden überlassen werden." Auf der einen Seite sei es wichtig, Menschen, die aus Krisengebieten auch nach Mittelsachsen kämen, ein Heim und Integrationsmöglichkeiten zu bieten. Andererseits müssten aber jene, die keine Chance auf Bleiberecht hätten, schnell wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Jeder Art von Gewalt gegen Asylbewerber, deren Helfern oder gegen die Einrichtungen erteilte er eine klare Absage. Man werde Täter mit allen Mitteln verfolgen. Der zuständige Geschäftsbereichsleiter Jörg Höllmüller stellte klar, dass künftig wohl noch viel mehr Flüchtlinge in den Landkreis kommen werden. "Jede Stadt in Mittelsachsen wird davon betroffen sein", sagte er. Bei Unterbringung und Betreuung würden weiter Lösungen gesucht, doch bereite auch die Preisentwicklung Sorgen. Dusch- und Waschcontainer seien derzeit gar nicht mehr zu bekommen. "Auch wir müssen uns danach hinten anstellen", so Höllmüller.



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