• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Alleinsein ist keine Alternative

Soziales Förderung der Generationen-Begegnung

Freiberg. 

Freiberg. Eines Tages kommt der Tag: Man sitzt am Tisch und quält sich mit dem Ausfüllen des Rentenantrags und der nötigen Anlagen ab. Wieder Jahre später braucht man für die Bewältigung ähnlicher Aufgaben und womöglich des Alltags überhaupt die Hilfe Anderer. Gerade das Alleinsein bedeutet für viele ältere Menschen eine Herausforderung.

Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch stellte jüngst bei einem Besuch des Mehrgenerationenhaus des ASB Ortsverbandes Neustadt/Sachsen fest: "Die Begegnung der Generationen untereinander ist heutzutage von großer Bedeutung. Denn häufig leben beispielsweise Großeltern und Enkel nicht mehr unter einem Dach oder treffen sich regelmäßig zum Sonntagskaffee. Deshalb leisten Mehrgenerationenhäuser Arbeit für unsere Gesellschaft. Sie sind ein lebendiges Beispiel auch für gelingendes bürgerschaftliches Engagement."

Die Frankenberger Hort-Kinder gehen mit gutem Beispiel voran

Im Freistaat Sachsen existieren aktuell 38 Mehrgenerationenhäuser, darunter auch in Freiberg. Doch natürlich lösen Mehrgenerationenhäuser das Problem nicht allein, es bedarf dazu vielfältiger Lösungen, sowohl von der Politik, wie auch von Menschen unterschiedlicher Generationen selbst. Ein Beispiel: Seit Herbst 2016 wandern aller 14 Tage jeweils zehn bis zwölf Kinder des Hortes der Astrid-Lindgren-Grundschule Frankenberg in das Seniorenheim "Sonnenlicht" und lernen dort das Leben der älteren Menschen kennen.

"Für die Kinder ist das immer ganz spannend, seien es nun die großen Rollstühle, der Therapiegarten oder das Pflegebad", berichtet Jana Kempe, die als Ergotherapeutin im "Sonnenlicht" arbeitet. "Es macht beiden Seiten Freude und es ist für beide wichtig", ist Hortleiterin Ines Klein überzeugt. Aktivitäten wie diese sind vielerorts möglich.

Auch seniorengerechtes Wohnen ist ein wichtiger Punkt. Den Umbau von Wohnungen fördert der Freistaat in diesem Jahr mit 16 Millionen Euro. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid in Höhe von knapp 520.000 Euro erhielt kürzlich die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg.



Prospekte