Alles muss gut durchdacht sein

Museum Eintrittspreise werden angepasst

Mit Geld spielt man nicht, lautet eine nur zu wahre Wahrheit. Und mag das auch mancher Hasardeur an den Börsen dieser Welt etwas anders sehen, so ist man in den Kommunen hierzulande doch deutlich vorsichtiger. Besonders dann, wenn es um Millionenbeträge geht. Die Stadt Freiberg, welche in den nächsten fünf Jahren 35 Millionen Euro investieren will, hatte sich in diesem Jahr wieder an dem Wettbewerb "Ab in die Mitte" beteiligt. Man legte der Jury ein Konzept zur Erweiterung und Nutzung des Stadt- und Bergbaumuseums vor. Kern des Planes war ein gläserner Verbindungsbau zwischen dem jetzigen Museumsgebäude und dem benachbarten Haus, welches dann in die Ausstellung eingebunden werden sollte. Leider fand die Idee bei den Juroren nicht die Anerkennung, welche noch im Vorjahr dem Konzept für die Erbische Straße zuteilwurde. Auf Eis liegen die Pläne deswegen dennoch nicht. "Von einem nicht gewonnenen Wettbewerb machen wir diese Entscheidung nicht abhängig", sagt dazu Bürgermeister Holger Reuter. "Aber wir werden im kommenden Jahr noch einmal alles auf den Prüfstand stellen." Einhelliger Wille ist es, das Stadt- und Bergbaumuseum weiter aufzuwerten und attraktiver für Besucher zu machen. "Allerdings sind wir mit den Nutzungsvorstellungen für den Zwischenbau nicht ganz zufrieden", fügt Oberbürgermeister Sven Krüger hinzu. "Bei Investitionen von etwa 4,6 Millionen Euro muss alles gut durchdacht sein." Das Museum selbst arbeitet derzeit nur zu 14 Prozent kostendeckend. Eine neue Gebührenordnung soll das etwas ändern. Ab demnächst kostet eine Eintrittskarte 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt. Die Deckung läge dann bei 20 Prozent. Die Stadt muss dennoch weiterhin einen höheren sechsstelligen Betrag zuschießen.