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Alles "nach altem Brauch"

Bauernleben Kinder erfahren die ursprüngliche Landwirtschaft

Stadtkinder wissen heute immer seltener, wie das Leben auf dem Land einmal gewesen ist. Bauernhoftiere und Getreidearten werden zwar im Unterricht der Grundschule behandelt, aber selbst zu sehen, wie das Tier auf der Weide steht, die Erde bearbeitet wird - das ist schon etwas Besonderes. Die Zweitklässler aus Oberfrohna leben in ihrem beschaulichen Ortsteil noch recht naturnah, trotzdem waren sie begeistert, für einen Tag lang selbst die "Bauernkinder" zu sein: "Wir haben das Saatgut nach altem Brauch beschworen, bevor es auf das Feld ging", schwärmten sie, "und auch das Aussäen war ein Erlebnis." Ganz brav, in Reih und Glied, liefen sie den Acker entlang und ahmten nach, was Silke Vondermühl vom Langenchursdorfer "Luisenhof" ihnen zeigte. Im Anschluss wurden die frischen Zutaten des Hofes in Gemeinschaft zum Mittagessen vorbereitet, Geschichten gelauscht und bei den Hoftieren vorbeigeschaut. Dass ein Esel kleiner als ein Pferd ist, war für viele eine Überraschung. Wie Gemüse direkt von der Feuerstelle schmeckt, ebenfalls. "Auf unserem Hof, der auf das 15. Jahrhundert zurück geht, können Kinder der Region das Landleben ganz ursprünglich erfahren", so Bäuerin Vondermühl. "Wir haben mit der örtlichen Kita 'Märchenland' und der Chemnitzer Parcival-Förderschule auch zwei Kooperationspartner, die regelmäßig bei uns sind." Projekte können zu vielen Themen des Lehrplans angeboten werden, wobei der Schwerpunkt auf der Handlungspädagogik liegt - praktische Erfahrungen selbst zu machen. Kontakt gibt es über 037608-36565 oder direkt vor Ort auf der Waldenburger Straße 33. Jeweils am ersten Sonntag des Monats ist von 14 bis 18 Uhr das Hofcafè geöffnet, wo man auch mit den Anwohnern Kontakt aufnehmen kann.



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