Als Dampfloks die Leute faszinierten

Jubiläum Vor 150 Jahren wurden gleich zwei Bahnstrecken eingeweiht

Frankenberg. 

Frankenberg. Der 1. März vor 150 Jahren war ein wichtiges Datum für die gesamte Region und darüber hinaus. Am 1. März 1869 wurde im Zusammenhang mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Freiberg und Flöha auch das Hetzdorfer Viadukt in Betrieb genommen, das seinen Dienst bis zum 12. Mai 1992 versah.

Über 10.000 Besucher beim Brückenfest 1994

Am 18. Januar 1994 wurde der Interessenverein Hetzdorfer Viadukt gegründet. Im gleichen Jahr fand aus Anlass "125 Jahre Inbetriebnahme des Hetzdorfer Viadukts" das erste Brückenfest statt, zu dem über 10.000 Besucher kamen. Auch in diesem Jahr wird es ein solches Brückenfest geben.

Wichtig ist dieser Jahrestag auch für die Stadt Frankenberg, denn zunächst hatte man die Hauptstreckenführung der Eisenbahnlinie zwischen Freiberg und Chemnitz unter anderem über Hainichen und Frankenberg geplant. Doch als 1864 schließlich endgültig über das Großprojekt entschieden wurde, hatte sich die Ingenieurtechnik des Brückenbaus schon so weit entwickelt, dass der anspruchsvolle Bau des Hetzdorfer Viaduktes zur Überbrückung der Flöha möglich war.

Von Freiberg nach Chemnitz und Niederwiesa nach Hainichen

Damit fiel die Entscheidung der Linienführung zugunsten einer Trasse von Freiberg über Oederan und Flöha nach Chemnitz. Gleichzeitig aber erfolgte ebenso ein positiver Entscheid über den Bau einer Nebenbahn vom heutigen Niederwiesa über Frankenberg nach Hainichen. Diese Bahnlinie wurde am ebenso 1. März 1869 eingeweiht.

An dieses Jubiläum wird am 1. März um 19 Uhr im historischen Wartesaal des ehemaligen Bahnhofs, dem heutigen "Haus der Vereine", mit einer festlichen Veranstaltung erinnert. Dazu sprechen Bürgermeister Thomas Firmenich und Ortschronist Dr. Bernd Ullrich, der sicherlich viele interessante Details zur Thematik weiß. Auch wird ein Buch über die Frankenberger Eisenbahngeschichte angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos.