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Altarflügel zurück im Museum

Konservierung Projekt mit Dresdner Hochschule

Im Depot des Freiberger Stadt- und Bergbaumuseums lagern viele Schätze, welche aus unterschiedlichen Gründen nur sehr selten der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Einige von ihnen sind schlichtweg in einem weniger guten Zustand und es erfordert viel Zeit und vor allem Geld, um sie wieder herzurichten. Eines von beiden, meistens das Geld, ist oft weniger vorhanden. Hilfreich ist allerdings, wenn es eine so gute Verbindung gibt, wie die zur Dresdner Hochschule der Bildenden Künste. Diese Beziehung besteht schon seit den 1970er Jahren und wurde nach der politischen Wende mit neuem Leben erfüllt. Dabei erhalten Schüler verschiedener Fachklassen die Möglichkeit, im Rahmen einer Diplomarbeit Stücke, an denen der Zahn der Zeit genagt hat, zu rekonstruieren und zu konservieren.

Im Oktober 2014 wanderten aus diesem Grund die Flügel des Frankensteiner Altars, dessen Mittelstück nicht mehr existiert, nach Dresden, wo sich Maria Zielke des einen annahm und ihn wieder vorzeigbar machte. Nötig hatte es der Flügel aus dem Jahr 1510 allemal, wie Diplom-Restaurator Tino Simon von der Hochschule bekräftigt. "Ziel war es, wieder ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen", sagt er. "Dabei aber auch nichts hinzuzufügen." Die Hand der dargestellten Jungfrau fehle und solle auch nicht ersetzt werden. "Aber die Augenfarbe wurde wieder hergestellt", so Simon. Selten habe er ein so gut erhaltenes Inkarnat, womit die Hauttöne gemeint sind, gesehen. In dieser Woche hat er die Flügel wieder nach Freiberg gebracht, wo der restaurierte Teil zur Neueröffnung des Museums kurzzeitig im Raum für Sakralkunst zu sehen sein wird. Dann wird er wieder ins Depot wandern. Ziel sei allerdings, dass auch der zweite Flügel rekonstruiert und konserviert wird.



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