Alte Mühle wird abgerissen

Sanierung Statik im Rathaus bereitet große Sorgen

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Als Architekt Uwe Kretzer die Pläne vorstellte, konnte er nicht ahnen, welche Probleme die Sanierung des Rathauses mit sich bringen würde. Foto: Ulli Schubert/Archiv

Oederan. Der Stadtrat von Oederan hat mit der Bestätigung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (INSEK) dieses als Grundlage der weiteren Stadtentwicklung festgelegt.

Neben Städtebau und Denkmalpflege, Wohnen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Handel gehören zahlreiche weitere Teilkonzepte zu INSEK, das wiederum Voraussetzung dafür ist, verschiedene Fördermittel beantragen zu können.

Sanierung von "Leuchttürmen"

Zum Programm zählt auch die Sanierung sogenannter Leuchttürme, zu denen beispielsweise das Weygandtstift, das einstige Hotel "Drei Schwanen" und das Rathaus gehören. Allesamt sind sie als Kulturdenkmale klassifiziert und dringend sanierungsbedürftig

Während der Umbau des "Drei Schwanen" finanziell nicht umsetzbar sei, wie Bürgermeister Steffen Schneider sagt, hat die Sanierung des Rathauses bereits im November 2015 begonnen. Seitdem ist das einstige Kreisgericht Sitz der Stadtverwaltung.

Wie lang wird der Umbau noch dauern?

Für wie lange ist derzeit nicht absehbar, denn die Sanierungsarbeiten im Rathaus sind ins Stocken geraten. "Wir haben sehr große Probleme mit der Statik im Haus", so Bauamtsleiterin Petra Wolf. Diese müssten erst geklärt werden, bevor es mit der Sanierung weitergehen kann.

Positives gibt es dennoch aus der Stadt zu berichten. So saniert die stadteigene Wohnungsgesellschaft SWG ein Haus in der Kleinen Kirchgasse, die Sanierung des Wohngebäudes An der Spüle 1 soll bald beginnen.

Außerdem hat die SWG die Hauboldmühle erworben. Dass der Denkmalschutz den Abriss erlaubte, grenzt für Steffen Schneider schon an ein Wunder. Hier soll ein Fachwerkbau entstehen, der sich vorbildlich ins Stadtbild integriert.

Was den Bürgermeister weiterhin umtreibt, ist die Situation im ÖPNV. "Hier sind leider keinerlei Fortschritte zu verzeichnen. Da müssen wir weiter am Ball bleiben."