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Alternative zur Bibliothek: Bücher aus der Zelle

Tauschbörse Bücherzelle in Naundorf eingeweiht

Naundorf. 

Naundorf. Glücklicherweise ist Lesen für viele Menschen noch immer ein Bedürfnis. Und damit ist nicht das oberflächliche Konsumieren von Datentexten gemeint, die man fröhlich fortwischen kann. Vielmehr geht es hier um das klassische Lesen, mit einem realen Buch in der Hand, dessen Seiten manuell umgeblättert werden.

"Bring eins - nimm eins"

Lesen erfordert Zeit, bringt aber dafür umso mehr Gewinn. Doch nicht jeder hat die Mittel, um sich stets eine neue Lektüre in der Buchhandlung seines Vertrauens zu erwerben. Bibliotheken sind eine gute Alternative, aber es geht auch noch anders.

In unserer Region erleben derzeit alte, ausrangierte Telefonzellen eine unerwartete und ungewöhnliche Renaissance, und zwar als Tauschbörsen für Bücher. "Bring eins - nimm eins", so lautet das Motto. Im April wurde die erste "Bücherzelle" am Rathaus Halsbrücke in Betrieb genommen.

Freiberg zieht nach

Gelesene Bücher sind hier zusammengetragen worden und wer eines davon haben möchte, bringt einfach eines aus seinem heimischen Regal mit. Eigeninitiative bewies Wolfdietrich Homilius gemeinsam mit Freunden, als er am Naundorfer Bahnhofsberg im Mai eine solche Zelle installierte, die sich großer Nachfrage erfreut.

Nun hat selbst Freiberg nachgezogen. Am Mehrgenerationenhaus "Buntes Haus" auf dem Wasserberg wurde eine Bücherzelle in Betrieb genommen. Gestaltet wurde sie von Jugendlichen des Kinder- und Jugendtreffs des CJD. Eine weitere solche Tauschbörse steht auf dem Gelände der TU Bergakademie. Lesen ist eben doch nicht unmodern geworden.



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