Altes und Neues entdecken in Rochlitz

KULTUR Ausstellungen und Führungen locken Ausflügler zum Schloss

Rochlitz. 

Rochlitz. Das Schloss in Rochlitz ist beliebter Veranstaltungsort und Ausflugsziel in der Region. Die ehemalige Wehranlage wurde über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Wo früher Kaiser, Könige und Kurfürsten residierten, finden heute verschiedene Ausstellungen, öffentliche Events aber auch private Feiern statt.

Die Geschichte der Region erleben

Wer in die Geschichte des Schlosses einsteigen möchte, für den ist die Dauerausstellung "Fett, einäugig, revolutionär - Drei Wettiner für tausend Geschichten" etwas. Das sächsische Königsgeschlecht prägte auch in Rochlitz lange Zeit die Geschichte. Dedo von Groitzsch, auch der "Feiste" oder "Fette" genannt, besiedelte im 12. Jahrhundert die Landschaft um Rochlitz. Markgraf Wilhelm "der Einäugige" ließ die klobige Trutzburg von Rochlitz im 14. Jahrhundert in ein Wohnschloss umbauen. Im 16. Jahrhundert machte sich Herzogin Elisabeth von Sachsen in Rochlitz schließlich für die Einführung der Reformation stark und prägte damit die gesamte Region. In der Dauerausstellung auf dem Schloss Rochlitz können die Besucher auf Spurensuche gehen und die geschichtsträchtigen Mauern, wie das Kreuzgewölbe der Kapelle oder die bereits von weitem zu sehenden Türme, erkunden.

Bekanntes neu entdecken

Wer bereits die Ausstellung und das Schloss gesehen hat, für den bietet ein Rundgang am kommenden Sonntag, dem 23. Juni, eine gute Möglichkeit, alt Bekanntes neu zu entdecken. Von 15 bis 17 Uhr führt Almut Zimmermann interessierte Gäste hinter die Kulissen des Schlosses. Dafür werden verschlossene Türen geöffnet und zum Beispiel Einblicke auf den Kostümfundus, verriegelte Balkone oder die alten Vorratsgemäuer geboten. Die Führung ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet und muss vorab gebucht werden. Für Erwachsene kostet der Rundgang 9,50 Euro. Besucher mit Ermäßigung zahlen 7 Euro.

Wo landen eigentlich Staatsgeschenke?

Auf dem Schloss in Rochlitz wird aber nicht nur die Historie aus dem Mittelalter erlebbar. Auch zeitgenössische Geschichte wird gezeigt. So zum Beispiel in der derzeitigen Sonderausstellung "Verschenkt. Staatsgeschenke als Zeichen sächsischer Diplomatie". Der Austausch von symbolischen Präsenten ist seit der Antike ein festes Ritual bei internationalen Verhandlungen. Wurden sie früher aber noch öffentlich der Hofgesellschaft dargestellt, kommen die Geschenke heute meist nach der Übergabe in die Asservatenkammer. Die Sonderausstellung gibt noch bis zum 22. September Einblick in die sächsische Asservatenkammer und erklärt Hintergründe des Geschenkwesens des Freistaates Sachsen.