Am Großwaltersdorfer Markt wird bald Wasser statt Bier gelagert

Eppendorfer Ortsteil wertet Löschwassersystem auf

Großwaltersdorf

Die Gemeinde Eppendorf investiert einen sechsstelligen Betrag in die Verbesserung der Löschwasserversorgung im Ortsteil Großwaltersdorf. Dafür hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt.

Zisterne soll errichtet werden

Demnach soll auf einer Fläche am Markt, auf der einst der Gasthof stand und folglich Bier gelagert wurde, eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von rund 100 Kubikmeter eingebaut werden.

Rund 119.000 Euro

Der Auftrag ging für rund 119.000 Euro an die Bö-Fi Hoch- und Tiefbau GmbH Lichtenberg. Der Baubeginn ist für August vorgesehen. Die Investition soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Das Projekt wird aus dem Leaderprogramm mit 80.000 Euro gefördert. „Der Fördersatz beträgt bei solchen Vorhaben 60 Prozent, ist jedoch auf den Maximalbetrag von 80.000 gedeckelt“, sagt die Managerin des Regionalmanagements mit Sitz in Gahlenz, Andrea Pötzscher. Das Büro ist für die Beantragung der Fördermittel der Ansprechpartner vor Ort.

Umfangreiche Wartungsarbeiten könnten entfallen

Ein Vorteil des Wasser-Reservoirs sei es, dass in dem Behälter kein Schlamm entstehe und somit diesbezüglich umfangreiche Wartungsarbeiten entfallen könnten. „Wir haben geplant, perspektivisch weitere Zisternen in der Gemeinde aufzustellen. Mit dem Bau in Großwaltersdorf wollen wir erste Erfahrungen sammeln“, erklärt Bürgermeister Axel Röthling.

Investition ist von enormer Bedeutung

„Da wir im Ort über kein Hydrantennetz verfügen, ist diese Investition für die Einsatztaktik und - geschwindigkeit von enormer Bedeutung. Durch die zentrale Lage des großen Behälters wird die Löschwasserversorgung in unserem Ort auf ein deutlich höheres Niveau gehoben“, sagt Ortswehrleiter Dirk Ranft.

Er macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass Bäche und Teiche witterungsbedingt unter Umständen zu wenig Wasser führen, um es für die Brandbekämpfung entnehmen zu können. „Diese Gewässer werden von uns deshalb regelmäßig kontrolliert“, so der Wehrchef.

Wie Andrea Pötzscher vom Regionalmanagement Gahlenz weiter erklärte, haben auch Kommunen wie Niederwiesa, Olbernhau, Pfaffroda oder Lippersdorf vor, ähnliche Projekte umzusetzen.

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