Andreas Menzel hält fünf Exoten

Vogelzucht Goldfasane nehmen Voliere in Beschlag

Fünf Goldfasane haben seit kurzem den ehemaligen Taubenschlag beim langjährigen Züchter Günter Kunzmann in Wechselburg bezogen. "Ich freue mich, dass der Mann meiner Enkelin auch eine Vorliebe zu Gefieder hegt und stelle ihn gern meinen Käfig zur Verfügung. So kommt wieder Leben rein", betont der Wechselburger, der über 65 Jahre Altenburger Trommeltauben züchtete. Von den Fasanen ist er auch ganz angetan. Früher gab es viele davon, meist Jagdfasane, in der heutigen Zeit werden sie kaum noch gezüchtet. Vor zwei Jahren liebäugelte Andreas Menzel mit einem Pfau. "Ich war von seinem Gefieder begeistert. Dann hörte ich aber, dass die Tiere sehr laut sind und viel Platz brauchen. Deshalb suchte ich mir die Fasane aus. Der Hahn hat ja auch ein wunderbares Gefieder", erklärt der 35-Jährige, der 2011 von Hohenstein-Ernstthal nach Wechselburg zog. Das exotische Ziergeflügel ist zwar pflegeleicht zu halten aber auch sehr scheu. "Die Tiere mögen wenig Stress sonst verlieren sie ihre Federn, deshalb gehe ich vorerst auch auf wenige Ausstellungen", berichtet Andreas Menzel, der sich langsam an die Zucht heran tastet. Sein Ziel ist es, maximal zwei Zuchtstämme aufzubauen.

Der Goldfasan stammt aus Zentralchina und lebt dort das Jahr über allein und gesellt sich erst im Frühling zu den Weibchen, die er dann mit seinen Rufen und seinem imposanten Balztanz bezirzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden einige Exemplare von diesen farbenprächtigen Fasane nach Großbritannien eingeführt. Dort sind einige Tiere aus der Gefangenschaft entflohen und konnten sich erfolgreich in freier Wildbahn fortpflanzen. Nach der Paarung sucht die Goldfasan-Henne eine kleine Grube. Sie legt dann täglich ein Ei in das Nest. Sind dann 5 bis 15 Eier zusammen beginnt die Henne mit der Brut. Die Färbung des männlichen Goldfasan zieht sich über knapp zwei Jahre hin.