Arbeiten an der Orgel gehen voran

Projekt Pfeifen bereits ausgebaut - Malerarbeiten in der Stadtkirche folgen

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Fabian Zocher und Carl Jatzke von der Firma Eule Orgelbau reinigen eine Basspfeife der Mittweidaer Orgel. Foto: C. Brinkmann

Mittweida. In der Stadtkirche Mittweida herrscht eine rege Beschäftigung. Derzeit steht der Frühlingsputz an. Mehrere ehrenamtliche Helfer entstauben im Kirchenschiff die Bänke und wischen den Boden. In das Treiben dringt von der Musikempore das Hämmern auf Holz in den Kirchenraum. Das Geräusch kommt von den Arbeiten an der Ladegast-Jehmlich-Orgel.

Ende der Sanierung ist in Sicht

Derzeit wird diese gereinigt und saniert. Das letzte Mal fand dies 1973 statt. Die über 5.000 Pfeifen sind bereits ausgebaut und eingelagert. Die große Basspfeife wurde bereits gereinigt. "Die Arbeiten gehen gut voran", schätzt Christoph Herz, Orgelbauer von der Firma Eule, ein und zeigt im Innenraum des Instrumentes auf einige Risse in der Wand: "Wir sind mit unseren Arbeiten bald fertig. Jetzt folgen noch Maurer- und Malerarbeiten." Bis zum kommenden Juli müssen diese abgeschlossen sein. "Mitte August ist der Wiedereinbau der Orgelpfeifen geplant", weiß Christian Schulz, Hochschulprofessor und Vorsitzender des Orgelvereins.

Er freut sich, dass die Arbeiten so gut voran gehen. "Bereits seit 2017 sind wir mit der Sanierung der Orgel beschäftigt. Die aktuellen Baumaßnahmen sind ein wichtiger weiterer Schritt", sagt der Orgelfreund Schulz.

Zu Weihnachten ertönt das Instrument wieder

Etwa am kommenden Buß- und Bettag soll die Orgel in der Stadtkirche wieder spielbar sein. Danach muss sie noch intoniert, das heißt die Töne richtige eingestellt, werden. Zu Weihnachten soll die Ladegast-Jehmlich-Orgel wieder im vollen Klang zu hören sein. "Um das Projekt der Orgelsanierung hat sich ein großer Freundes- und Unterstützerkreis gebildet. Darüber freue ich mich sehr", ist Christian Schulz dankbar.