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Arbeiterwohlfahrt kooperiert mit IMM

Zusammenarbeit Elektronikdienstleister führt Menschen mit Handicap an Technik heran

Die Arbeiterwohlfahrt Südsachsen hat am zurückliegenden Samstag an der Wiesenstraße in Mittweida ein weiteres Kapitel ihrer bisherigen Erfolgsgeschichte hinzufügen können. Eingeweiht wurde dort die neue Außenwohngruppe für Menschen mit Behinderung, die zukünftig acht Personen mit körperlichem oder geistigem Handicap den Weg in die Selbstständigkeit ebnen soll. In der Außenwohngruppe, die im vergangenen Jahr für reichlich 500.000 Euro als Flachbau in die Höhe wuchs, haben die Bewohner längst ihre Probezeit überstanden. Das Haus wurde von ihnen bereits im Dezember 2013 bezogen. Ein neues Zuhause hat dort unter anderem Lorenzo Berch gefunden, der zuletzt in Hainichen eine Wohnung mit seiner Mutter und Tante teilte. "Ich bin froh darüber, dass ich hier einziehen durfte, denn die Räume gefallen mir wirklich sehr gut", sagt der 22-Jährige, der von Montag bis Freitag die Behindertenwerkstatt Mittweida vom Verein "Lebenshilfe" besucht. In der kleinen Wohngemeinschaft würde laut Berch seit Beginn an eine familiäre Atmosphäre herrschen. "Viele Dinge des Alltags meistern wir alleine und zusammen", sagt er. Dazu zählen auch Freizeitaktivitäten. Künftig können dabei die behinderten Frauen und Männer auch die kleine Ausführung der T-Wall in Beschlag nehmen, die am Samstag von der IMM-Gruppe an die Arbeiterwohlfahrt Südsachsen überreicht wurde. Beide hatten am Samstag einen Kooperationsvertrag geschlossen. "Ziel dabei ist, in Projekten und Workshops unsere innovative Technik mit den behinderten Frauen und Männern einerseits auszuprobieren und andererseits auch weiter zu entwickeln", sagt Kai-Uwe Kaden, Leiter des Strategischen Managements der IMM-Gruppe. Im Mittelpunkt steht dort zukünftig der sogenannte Motion Composer. Dabei handelt es sich um ein interaktives Gerät, das mithilfe einer Kamera die Bewegung einer Person in Musik umwandeln kann. Die neue Technik wird bereits in zwei deutschen und einer italienischen Einrichtung für Behinderte erfolgreich getestet. Die IMM plant, das Gerät in zwei Jahre auf den Markt zu bringen.