ARCHE-Naturprojekt der Hochschule Mittweida bundesweiter Sieger

Forschung Teilnahme am Wettbewerb "Zeigt eure Forschung"

Mittweida. 

Mittweida. Äußerst erfolgreich hat sich die Hochschule Mittweida mit ihrem "ARCHE-Naturprojekt" am bundesweiten Wettbewerb "Zeigt eure Forschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt. Landwirtschaftliche Flächen, die früher für den Abbau fossiler Rohstoffe genutzt wurden, können heute gleich doppelt zur Auseinandersetzung mit der Bioökonomie dienen.

Einziges Gewinnerprojekt aus Neubundesländer

Das nutzt das Gewinner-Projekt, das jetzt als eines von nur 15 Projekten und als einziges in den neuen Bundesländern gefördert wird. "Die meisten Menschen können sich unter dem Begriff Bioökonomie noch wenig vorstellen. Aber nur, wenn Wissen über etwas vorhanden ist, kann man diesem einen Wert beimessen - und gegebenenfalls das eigene Verhalten anpassen", erklärt die 29-jährige Nachwuchswissenschaftlerin Stefanie Walter ihre Motivation zur Unterstützung des Projekts.

Reallabor für weitere Forschung geplant

Bioökonomie ist eine nachhaltige Wirtschaftsform, die auf den Verbrauch fossiler Ressourcen wie beispielsweise Erdöl verzichtet. Insbesondere bei Jugendlichen sieht sie großes Potenzial, hierfür das Bewusstsein zu stärken. Der Naturschutzverband Sachsen und die Hochschule Mittweida planen ein sogenanntes "Reallabor" auf einer Fläche, die zuvor dem Abbau fossiler Rohstoffe diente. Zum Verständnis: Ein Reallabor ist kein Gebäude. Schülerinnen und Schülern sollen beim ARCHE-Naturprojekt ihr Wissen im Bereich Bioökonomie verbessern und in die Öffentlichkeit tragen. "Die am Projekt beteiligten Schüler erleben und erforschen die Fläche: Sie ermitteln beispielsweise den Biodiversitätsindex über einen längeren Zeitraum", so Stefanie Walter, die an der Hochschule Mittweida im Bachelor Medienmanagement sowie die Masterstudiengänge Information and Communication Science und berufsbegleitend Nachhaltigkeit in gesamtwirtschaftlichen Kreisläufen studierte. "Parallel arbeiten sie mit modernster Medientechnologie wie etwa 360-Grad-Kameras und Drohnen, um die Entwicklung des Areals für andere erlebbar zu machen und so auch deren Wissen zu verbessern. Mit der Förderung des Bundes können wir unsere Projektpläne Wirklichkeit werden lassen."

Dass ausgerechnet Areale, die zur Gewinnung fossiler Rohstoffe genutzt wurden, geeignet sind, überrascht zunächst. Walter ergänzend: "Diese Flächen sind aber oft einzigartige und essenzielle Habitate für gefährdete Tier- und Pflanzenarten". Weitere Informationen: www.wissenschaftsjahr. de/2020/