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Armin bringt Wegweiser auf Vordermann

Aktion Lunzenauer lässt Schilder nach aufwändiger Verjüngungskur wieder strahlen

Lunzenau. 

Der 62-jährige Armin Naumann aus dem Muldestädtchen Lunzenau hat eine Passion: Ihm haben es alte Wegweiser angetan, an denen der Zahn der Zeit genagt hat. "Vor allem unsere Altvorderen haben sich mit diesen Weghinweisen so viel Mühe gegeben, da kann ich doch nicht tatenlos zusehen, wie sie nach und nach kaputt gehen", nennt der Lunzenauer den Grund, weshalb er sich ehrenamtlich so für diese betagten Schilder engagiert.

Geschwächt durch zahlreiche Krankheiten kann der Senior - ehemaliger Textilfacharbeiter und zuletzt als Hausmeister tätig - nicht mehr erwerbstätig sein und sucht so Zerstreuung und Bestätigung. "Vor einiger Zeit war ich im Bauhof der Stadt als Bürgerarbeiter tätig. Dadurch habe ich gute Kontakte zum Bauhofleiter Uwe Scherf und seine Mitarbeiter. Das nutze ich jetzt", verrät Naumann weiter. Nachdem er bereits entsprechende Schilder am Max-Vogler-Park sowie an der Rochlitzer Straße mit einem Läufer, der den Weg zum Sportplatz weist, mit viel Akribie aufgearbeitet hat, widmet er sich momentan Wanderweg-Schildern. Und im Areal rund um die romantische Rochsburg gibt es davon ja genügend.

Aber auch ein neues Schild soll entstehen. Da hat Armin bereits konkrete Vorstellungen: "Ein Felsen mit einem springenden Pferd soll auf die Amtmannskluft hinweisen". Doch dafür hat er noch niemanden gefunden, der ihm das kostenlos fertigt. "Vielleicht wage ich es selbst. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht. Da habe ich eben Feuerholz", so Naumann zu seinem neuesten Vorhaben. Wie er recherchiert hat, stammen die schönen Holzwegweiser im Lunzenauer Stadtgebiet wahrscheinlich von einem Schnitzer aus Schlaisdorf, der sie in den 1930er Jahren schuf.



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