Asyl-Debatte: Ittershagen will vermitteln

Politik Freiberger Neujahrsansprache findet starken Nachhall

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Der Landtagsabgeordnete Steve Johannes Ittershagen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Lange hat eine Neujahrsansprache des Freiberger Oberbürgermeisters nicht mehr solche Reaktionen hervorgerufen. Mit seinem Aufruf zu mehr Realismus in der Asyldebatte und seiner Forderung, Flüchtlinge gerechter im Landkreis zu verteilen, da Freiberg die Herausforderung sonst nicht bewältigen könne, rief Sven Krüger Widerspruch, aber auch Zustimmung hervor.

Der Freiberger Landtagsabgeordnete der CDU, Steve Johannes Ittershagen, unterstützt die Aussagen Krügers. "Wenn alle Kommunen zusammenarbeiten und bereit sind, die Lasten zu teilen, wird es für alle erträglich", so Ittershagen.

Zeit für einen grundsätzlichen Politikwechsel?

Besonders die Schulen seien zentraler Punkt. "Mit einem Ausländeranteil von bis zu 50 Prozent kann meiner Ansicht nach keine Integration funktionieren", meint der Politiker, der sich selbst vor Ort ein Bild gemacht hatte.

Die alleinige Verantwortung für die Verhältnisse sieht er aber nicht beim Landkreis Mittelsachsen. "Die weitaus größeren liegt beim Bund", stellt Ittershagen fest. "Wenn hier in der Asylfrage kein grundsätzlicher Politikwechsel stattfindet, wird sich an den Problemen der Kommunen nichts ändern."

Er habe sich persönlich in die Verhandlungen zwischen Stadt und Landkreis eingeschaltet, um vermittelnd zu Lösungen zu kommen.