Auf den musikalischen Spuren Luthers

Konzert Am 20. Mai gibt es Musik und Texte zur Reformation

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Konstanze Hollitzer und Steffi Böttger sind im Mai im Spital zu erleben. Foto: Veranstalter

Oederan. Im 500. Jahr der Reformation kommt der Musik natürlich besondere Bedeutung zu. Im Saal der Volkskunstschule Oederan wird unter dem Motto "Und lasst die süße Musica ganz freudenreich erschallen" der Beziehung zwischen Reformation und Musik nachgegangen.

Ganz unumstritten gilt Martin Luther als der Erfinder des Psalmenliedes. Sein Credo war "Im Singen muss Christus unser Psalm, Lied und Gesang werden." Pauken und Trompeten hasste er, und Geigen hatten im Gottesdienst gar nichts zu suchen. Luther liebte den Gesang, begleitet von einer vielsaitigen Laute.

Im musikalischen Zentrum des Reformationsprogramms stehen Werke von Mendelssohn, Busoni und Bach, die unzählige Choräle und Choralbearbeitungen über Texte Martin Luthers komponiert haben, so etwa über das Psalmenlied "Ein feste Burg ist unser Gott", das Heinrich Heine als "Marseillaise des Reformationsliedgutes" bezeichnete und auf dessen Gültigkeit sich alle Kirchen, die auf dem Boden der Reformation stehen, einigen konnten.

Die Pianistin Konstanze Hollitzergeht musikalisch den Wegen nach, die das evangelische Kirchenlied im Laufe der Jahrhunderte nahm. Begleitet wird sie dabei von der Schauspielerin und Publizistin Steffi Böttger, die heiter, berührend und natürlich auch lehrreich über das Verhältnis des großen Reformators zur Musik erzählt. Karten für die Veranstaltung am 20. Mai, 19.30 Uhr im Spital gibt es in der Stadtinformation Oederan.